Ketelvierth: Turm wächst

<strong>Auf über 16 Meter  aufgestockt</strong> wird der Aussichtsturm auf dem Ketelvierth. Den offiziellen Baubeginn läuteten Bürgermeister Torsten Klinger, Zimmermeister Arne Konrad zusammen mit Bauunternehmer Bernd Konrad (von links) gestern ein.  Foto: Friebel
Auf über 16 Meter aufgestockt wird der Aussichtsturm auf dem Ketelvierth. Den offiziellen Baubeginn läuteten Bürgermeister Torsten Klinger, Zimmermeister Arne Konrad zusammen mit Bauunternehmer Bernd Konrad (von links) gestern ein. Foto: Friebel

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28. Mai 2010, 03:59 Uhr

Grossenaspe | Den höchsten Arbeitsplatz in Großenaspe hat seit gestern Zimmermeister Arne Konrad. Ganz oben auf dem 73,2 Meter hohen Ketelvierth steht der Aussichtsturm. Diesen wird er mit fünf Kubikmetern heimischen Fichtenholzes (zum Vergleich: ein normaler Hausdachstuhl braucht etwa zwei Quadratmeter) von 12 auf 16,40 Meter aufstocken. Mitte Juni werden die Besucher am Naturwanderweg dann noch weiter ins Land schauen können. Allerdings müssen sie dafür auch drei Treppen mehr steigen.

2003 war der Turm im Rahmen eines Dorfentwicklungsprogramms errichtet worden. Mittlerweile hat die Natur den Rundblick etwas eingeschränkt, die Bäume sind gewachsen. So entstand die Idee, sozusagen noch eins drauf zu setzen. 12 000 Euro wird das Projekt kosten, das zu 55 Prozent mit EU-Mitteln über die Aktiv-Region Holsteiner Auenland gefördert wird. Den Rest hat Bürgermeister Torsten Klinger bei Sponsoren eingeworben. "Zusätzlich wird auch die Beschilderung am Wanderweg verbessert. Neben der Flora soll auch auf die Fauna am Ketelvierth hingewiesen werden", versprach Klinger beim offiziellen Arbeitsbeginn gestern Morgen. Unter den Augen der 6 b der Gemeinschaftsschule Boostedt, die auf ihrem Wandertag oben auf dem Ketelvierth frühstückte, griff Arne Konrad zu seinen Handwerksutensilien. Sonst im väterlichen Baubetrieb für Dachstühle zuständig, ist der Turmbau zu Großenaspe eine echte Herausforderung für den Zimmermeister. "Glücklicherweise wurden aus ästhetischen Gesichtspunkten damals wesentlich dickere Kanthölzer verarbeitet als statisch notwendig waren. So kann jetzt ohne Verstärkungen aufgestockt werden", erklärte er. Trotzdem: So ganz ohne wird es nicht sein. "Die Fundamentbolzen werden ersetzt, und dann kommt das Dach im Stück ab." Auf die bisherige Aussichtsplattform werden die weiteren vier Meter aufgebaut und eine neue Plattform errichtet. "Zum Schluss kommt das Dach wieder drauf", sagt Arne Konrad. Bis dahin wird er natürlich auch die Aussicht genießen, von der er in höchsten Tönen schwärmt: "Gerade jetzt mit den blühenden Rapsfeldern rundum ist das ein Genuss." Eingeweiht werden soll der Turm am Sonnabend, 12. Juni, ab 11 Uhr.

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