Wittorf : Keller nicht durch die Stör nass

Im Beisein vieler Kinder und Eltern überreichte Stefanie Egdmann (rechts) vom Schulelternbeirat der Grundschule Wittorf die Unterschriften an die Statteilbeiratsvorsitzende  Sabine Krebs.
Im Beisein vieler Kinder und Eltern überreichte Stefanie Egdmann (rechts) vom Schulelternbeirat der Grundschule Wittorf die Unterschriften an die Statteilbeiratsvorsitzende Sabine Krebs.

Statteilbeirat informierte sich über mögliche Ursachen. Eltern fordern sicheren Schulweg.

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22. November 2013, 05:00 Uhr

Die Renaturierung der Stör im Bereich zwischen Boostedter und Altonaer Straße wird nach Ansicht der Stadt nicht zum Anstieg des Grundwasserspiegels führen. Heinrich Kautzky, Fachdienstleiter Umwelt im Rathaus, wischte am Mittwochabend im Stadtteilbeirat Wittorf Bedenken der Bürger weg, dass durch die mittlerweile zum größten Teil abgeschlossenen Maßnahmen in der Stör (der Courier berichtete) der Pegel des Flusses steige und damit die Keller der Anlieger öfter voll laufen. „Das ist Quatsch. Es gibt zahlreiche Ursachen für nasse Keller, unter anderem die zunehmenden Starkregen“, so Kautzky vor knapp 40 Zuhörern.

Auch das Argument, dass immer mehr Flächen in dem Stadtteil versiegelt und dadurch der Eintrag von Regenwasser in die Stör den Fluss belasten würde, ließ der Fachdienstleiter nicht gelten. Es gebe rechtliche Vorgaben, die die Stadt vorbildlich einhalte, sagte er. Den Anstieg der Wassertemperatur durch das Brüdenwasser des neuen Milchtrocknungswerk am Donaubogen bezifferte Kautzky „auf maximal zwei Grad“. Die Wassermenge durch die Einleitung des Betriebes steige in Spitzenzeiten um fünf bis sechs Prozent. Beide Werte seien „völlig unproblematisch und vernachlässigbar“.

Dietrich Busch, ebenfalls aus dem Fachdienst Umwelt, erklärte anschließend das Ausmaß des Gehölzrückschnitts an der Stör. Die Stadt sei zur Verkehrssicherung verpflichtet und müsse bei Sturm Wege, Bahnlinien, aber auch Privatgrundstücke vor möglichen umstürzenden Bäumen oder abbrechenden Ästen schützen, betonte er. Daher seien im Bereich der Störwiesen zahlreiche Pappeln gefällt und Gebüsch gerodet worden. „Eichen, wie viele meinten, waren aber nicht dabei“, stellte Busch klar. Die Fällarbeiten sind aber noch nicht abgeschlossen. Interessierte Bürger können am Sonnabend, 23. November, mit Vertretern der Verwaltung den Störwanderweg begehen und sich über den Sachstand vor Ort informieren. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Gadelander Straße 141, gegenüber Edeka (Anmeldung unter Tel. 82671 bei Sabine Krebs).

In der Sitzung im „Haus an der Stör“ stellte sich außerdem Helmut Simon als neuer Schulleiter der Grundschule Wittorf vor. Der 55-Jährige verheiratete Vater einer Tochter (5) wohnt in Tungendorf und trat im August das Amt an. Zuvor arbeitete der gebürtige Neumünsteraner 14 Jahre an der Aukrugschule. „Ich bin auf ein tolles Kollegium, nette Schüler und engagierte Eltern gestoßen. Das macht richtig Spaß“, sagte Simon.

Bereits um 18 Uhr – kurz vor der Sitzung – hatte die Statteilbeiratsvoritzende Sabine Krebs noch einen Ortstermin. Sie traf sich mit rund 30 Eltern und Kindern an der Bedarfsampel, Mühlenstraße Ecke Wührenbeksweg. Dort wurden ihr vom Schulelternbeirat der Grundschule Wittorf 300 Unterschriften übergeben. Damit fordern besorgte Eltern, dass eine Tempo-30-Zone von der Mühlenapotheke bis zur Padenstedter Landstraße zur Schulwegsicherung eingerichtet wird. Außerdem bemängeln sie, dass an der Bedarfsamel auf Höhe Penny) die Grünphase für die Kleinsten viel zu kurz sei, zumal dort sehr schnell gefahren werde. Vater Dennis Daniel hatte sich bereits im Mai mit dem Problem an die Stadt gewandt. Damals hieß es, die Stadt wolle die Sache prüfen. Bis heute ist aber nichts passiert, so Dennis Daniel. Sabine Krebs versprach, noch einmal energisch nachzuhaken und am Ball zu bleiben.

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