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Holsteinischer Courier

18. Dezember 2017 | 14:12 Uhr

Stadtfest : Keine Sicherheitsbedenken zur Köste

vom

Organisatoren, Rettungskräfte und Polizei sehen dem verkleinerten Stadtfest gelassen entgegen. Viele Neuerungen vom 6. bis 9. Juni.

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 07:30 Uhr

Neumünster | Es ist eine einfache Rechnung: Die "Feierfläche" der Holstenköste 2013 ist gegenüber 2012 um ein gutes Fünftel geschrumpft, aber das wird die Besucher nicht abhalten, dennoch in gewohnter Stärke anzutreten. Je nach Wetterlage rechnet die Stadt an den vier Köstentagen (6. bis 9. Juni) mit 180 000 bis 200 000 Besuchern - wie in den vergangenen Jahren auch. Die spannende Frage: Muss es da nicht zwangsläufig eng werden auf dem zweitgrößten Stadtfest des Landes?

Festorganisatoren und Sicherheitskräfte beschwichtigten gestern: "Wir schauen uns das genau an und sind mit gleicher Stärke wie in den Vorjahren präsent", sagte Dieter Jung, Leiter des 1. Polizeireviers, bei einer Begehung des Gänsemarktes, einem der zentralen Punkte der "neuen Köste". Die Polizei werde genau verfolgen, wie sich mögliche Schwerpunkte verlagern, verspricht Jung. Ein echtes Sicherheitsproblem sieht er aber nicht.

Ähnlich gelassen geben sich Feuerwehr und Rettungskräfte neun Tage vor dem Start des Stadtfestes. Bereits seit Monaten werden Rettungswege und Streifenpläne auf das abgespeckte Konzept der Holstenköste abgestimmt, um böse Überraschungen möglichst auszuschließen. Auch die Rettungssanitäter werden in gleicher Stärke wie im Vorjahr antreten. Rund 150 Sanitäter sollen auf dem Stadtfest dafür sorgen, dass kein Verletzter oder Betrunkener unversorgt bleibt. Zwölf Fußstreifen zu je drei Mann pendeln während der gesamten Köste zwischen Gänsemarkt, Rathaus und Rencks Park. Darüber hinaus sollen vier feste Sanitätsstationen eingerichtet werden: Am Teich / Gänsemarkt, zwischen Fürsthof und Rathaus, im C&A-Durchgang und in Rencks Park. "Wir müssen erst wieder Erfahrungen sammeln", räumt Stefan Kummer ein, der den Rettungsdienst auf der Köste mitorganisiert.

Um die drastisch-steigenden Gema-Gebühren im Griff zu behalten, hatte die Stadt der Köste eine kräftige Entschlackung verordnet (der Courier berichtete). Statt wie bislang sieben wird es erstmals nur noch vier Bühnen geben, von denen aus die Besucher mit Rock, Disco, Tanzmusik, von Spielmannszügen oder Folklore-Bands unterhalten werden. So wurde etwa der komplette Kuhberg aus dem Köstenkonzept gestrichen. Die "Bayern-Bühne" an der Einmündung zur Kieler Straße wurde zur "ECE-Bühne" und bis auf den Gänsemarkt vorgezogen. Die in den vergangenen Jahren immer beliebter gewordenen baye rischen Abende mit den "Lechschwaben" bleiben den Neumünsteranern dennoch erhalten. Das Aus für den Klosterrock, der sich nicht länger rechnete, eröffnet Veranstalter Ingo Kluge die Chance, in Rencks Park echte Oktoberfest-Atmosphäre herbeizuzaubern - wieder mit den "Lechschwaben" als Zugpferd. Auf dem südlichen Großflecken haben die Macher den Hinterhof bei Arko und den Karstadt-Parkplatz dem Schrumpfungs-Prozess geopfert. Das Programm aus dem von vielen Besuchern als heimelig empfundenen Hinterhof soll aber auf den Großflecken gerettet werden. "The Butlers", "Boerney und die Tri Tops" und andere Dauergäste der Köste sollen auf der Großfleckenbühne zwischen Rathaus und Riesenrad für Tanzlaune sorgen. Ob den Fans das schmeckt, wird sich zeigen.

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