Entwarnung : Keine Krätze in der Schule Brachenfeld

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Nach zwei Verdachtsfällen auf Krätze in der Notunterkunft für Flüchtlinge in der Gemeinschaftsschule Brachenfeld konnte die Stadt Entwarnung geben.

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15. Juli 2015, 08:00 Uhr

Neumünster | Nach zwei Verdachtsfällen auf Krätze in der Notunterkunft für Flüchtlinge in der Gemeinschaftsschule Brachenfeld konnte die Stadt bereits nach wenigen Stunden Entwarnung geben. „Es gibt keinen Anhaltspunkt für eine Gefährdung durch Infektionskrankheiten oder Parasiten“, erklärte Stadtsprecher Stephan Beitz gestern auf Nachfrage. Zuvor hatte es in der Nacht einige Aufregung gegeben, als zwei erwachsene Flüchtlinge mit dem Verdacht auf die Hautkrankheit ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus eingeliefert worden waren. Dort konnten die Mediziner ausschließen, dass es sich um die ansteckende Krätze handelt.

Krätze ist eine weit verbreitete Hautkrankheit. Sie wird durch die Krätzemilbe verursacht. Die Übertragung erfolgt durch engen Hautkontakt. Die 0,3 bis 0,5 Millimeter großen Weibchen bohren sich in die Oberhaut und legen dort in den Kanälen Eier ab. Ihre Absonderungen rufen Bläschen, Pusteln oder Quaddeln hervor. Weil es für befallene Patienten nach dem Infektionsschutzgesetz bereits bei bloßem Verdacht verboten ist, sich in Gemeinschaftseinrichtungen aufzuhalten, handelten die Verantwortlichen in der Nacht zu gestern schnell und brachten die beiden Flüchtlinge sofort in die Klinik.

Zurzeit leben laut Stephan Beitz rund 250 Menschen in der GS Brachenfeld. Sie stammen überwiegend aus Syrien und Eritrea. Eine gesundheitliche Gefahr habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, so Beitz.

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