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Schutz vor Kriminalität : Keine Chance für Ganoven in Wittorf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein Tandem aus Seniorenbeirat und Polizei macht in dieser Woche Hausbesuche bei Senioren und gibt Informationen zum Thema Sicherheit.

von
erstellt am 20.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Neumünster | Vorsicht ist besser als Nachsicht. Das dachte sich auch Heinz Lübbert (Name geändert), als er in seinem Briefkasten einen Handzettel vorfand, auf dem die Stadtteilaktion des Seniorenbeirats und der Polizei in Wittorf angekündigt wurde. „Ich habe daraufhin meine Tochter informiert, und die riet mir, vorsichtig zu sein“, sagte der 95-Jährige, der sich im Anschluss bei seiner Nachbarin und der Polizei informierte, ob es sich um eine seriöse Aktion handelt.

Ein vorbildliches Verhalten, urteilten Günter Schöbel vom Seniorenbeirat und Polizist Joachim Fetkenhauer, die ihre Aktion gestern an der Julius-Brecht-Straße starteten. Noch bis einschließlich Freitag klingeln die beiden zwischen 14.30 und 17.30 Uhr täglich an den Haustüren, um mit älteren Menschen ins Gespräch zu kommen und ihnen Informationen zum Schutz vor Kriminalität zu vermitteln.

Georg Schulz lebt bereits seit 50 Jahren in seinem Einfamilienhaus und fühlt sich dort sicher. Das bestätigte auch Joachim Fetkenhauer. „An der Haustür befindet sich eine Vierfachverriegelung, die bekommt man nicht so leicht auf. Auch die Kette an der Tür und das Schloss an der Terrassentür sind wichtig“, sagte der Polizist. Einen Einbruchsversuch hat es bei dem 96-jährigen Senior noch nicht gegeben, wohl aber einen mysteriösen Telefonanruf. „Als ich abgenommen habe, fragte ein fremder Mann, ob ich Weiß- oder Rotwein bestellen wolle, aber seinen Namen nannte er mir nicht. Da habe ich ihn gefragt, ob er schwarze oder rote Schuhe an hat – und schon hat er aufgelegt“, schmunzelte der Mitbegründer des Mädchen-Musikzugs. An einen hundertprozentigen Schutz vor Einbrechern glaubt der Senior allerdings nicht: „Wenn sie reinwollen, dann kommen sie rein.“ Joachim Fetkenhauer wies dennoch daraufhin, wie wichtig es sei, den Ganoven das Leben bereits im Vorwege möglichst schwer zu machen. „Einbrecher wollen sich nicht lange aufhalten. Wenn es zu schwierig wird, dann ziehen sie meistens wieder ab“, sagte der Polizist.

Auch Peter Bunsen (Name geändert) fühlt sich in seinem Einfamilienhaus in Wittorf ausgesprochen sicher. „Nur einmal gab es einen merkwürdigen Fall. Da stand ein Mann vor der Tür und sagte, er wolle seine Frau abholen. Aber als er versuchte, sich an mir vorbei ins Haus zu schieben, habe ich die Tür zugeknallt. Da war er bei mir an der falschen Adresse“, sagte der 92-Jährige.

Das Team aus Polizei und Seniorenbeirat ist an den kommenden Tagen in folgenden Straßen in Wittorf unterwegs: Heute, 20. Oktober: Heinrich-Hartwig-Straße, Mittwoch, 21. Oktober: Helmoldstraße und Friedrich-Neumann-Straße, Donnerstag, 22. Oktober: Altonaer Straße und Biberweg, Freitag, 23. Oktober: Lindenstraße.

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