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Holsteinischer Courier

18. August 2017 | 07:11 Uhr

Störpark : Keine Bedenken gegen Sonderposten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein Gutachten befürwortet einen Thomas-Philipps-Markt. Die Eröffnung soll im Herbst sein.

Neumünster | Der Ansiedlung des zweiten Sonderpostenmarktes der Kette Thomas Philipps in Schleswig-Holstein steht nichts im Wege. Er soll im Störpark am Haart entstehen. Einem jetzt vorgelegten Gutachten der BBE Handelsberatung aus Köln zufolge ist der Markt im ehemaligen Praktiker-Baumarkt mit dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt vereinbar. Negative städtebaulichen Auswirkungen auf die wohnortnahe Versorgung in Neumünster und den Nachbargemeinden sieht die Expertise nicht. Existenzgefahren für andere Geschäfte gebe es nicht, heißt es in dem 37 Seiten starken Papier. Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss beschäftigt sich am Donnerstag, 7. Mai, mit dem Thema und kann auf seiner Sitzung um 17.30 Uhr im Friedrich-Ebert-Krankenhaus endgültig grünes Licht geben.

Dann könnte es schnell gehen. Die 8000 Quadratmeter große Halle wollen sich Thomas Philipps und der Elektronikfachmarkt Expert von der Rügenstraße teilen (der Courier berichtete). „Wir stehen Gewehr bei Fuß“, sagt Expert-Inhaber Kai Jensen. Er geht bei der Bauleitplanung von einem beschleunigten Verfahren aus, da es „nur eine Sortimentsveränderung auf einer bestehenden Fläche gibt“. Ähnliche Erwartungen hat Ulrich Brenner von der Rechts- und Expansionsabteilung bei Thomas Philipps. Der Konzern aus Bissendorf im Landkreis Osnabrück, der über 240 Sonderpostenmärkte in Deutschland betreibt, würde gerne am 1. September eröffnen. „Wenn uns keine Steine in den Weg gelegt werden, ist auch eine frühere Eröffnung möglich. Je früher, desto besser“, sagt Brenner. Das sieht auch Kai Jensen so, der Expert gerne vergrößern will. „Wir platzen aus allen Nähten.“ Der alte Standort an der Rügenstraße soll dann zum Lager werden.

Bei Thomas Philipps gibt es von allem etwas, aber keine Markenauswahl. Im Angebot ist vor allem wechselnde Postenware. Zentren- und nahversorgungsrelevante Sortimente wie Lebensmittel und Bekleidung würden bezogen auf die Gesamtfläche einen Anteil von maximal 24 Prozent einnehmen, bescheinigt das Gutachten dem Sonderpostenmarkt. Das sei für die Konkurrenz verkraftbar, so die Gutachter. Denn: Niemand fahre gezielt für einen Einkauf bestimmter Produkte zu Thomas Philipps. Der Markt lebe von der Kundschaft, die in den umliegenden Geschäften wie Famila, Aldi oder Expert einkaufen und sich dann auch noch in dem Sonderpostenmarkt umsehen.

 

 

 

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erstellt am 29.Apr.2015 | 05:00 Uhr

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