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Ortscaritasverband : Keine Angst vor großen Aufgaben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Melanie Müller-Semrau ist neue Leiterin des Ortscaritasverbandes. Sie übernimmt den Posten von ihrer Mutter Gabriele Semrau.

von
erstellt am 27.Mai.2016 | 08:00 Uhr

Neumünster | Es sind große Fußstapfen, in die Melanie Müller-Semrau tritt – aber sie freut sich auf die Herausforderung. Die 40-Jährige übernimmt den Posten ihrer Mutter Gabriele Semrau, die sich als Leiterin des Ortscaritasverbandes verabschiedet (der Courier berichtete). Am 2. Mai hatte Melanie Müller-Semrau ihren ersten offiziellen Arbeitstag und steckt derzeit mitten in der turbulenten Einarbeitungsphase.

Die gebürtige Neumünsteranerin wohnte bis zu ihrem 25. Lebensjahr in Wittorf und zog dann mit ihrem Mann nach Wasbek, der in der Umlandgemeinde eine Dachdeckerei betreibt. Nach ihrem Abitur an der Klaus-Groth-Schule im Jahr 1995 studierte sie Erziehungswissenschaften an der Kieler Universität und absolvierte im Anschluss eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung. Die Diplom-Pädagogin kann vielfältige Erfahrungen im Bereich der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Senioren vorweisen. Sie leitete unter anderem eine Mädchenwohngruppe und eine kinder- und jugendpsychiatrische Gruppe beim Kinder- und Jugendhilfeverband in Itzehoe. In Rendsburg war sie bei der NGD-Gruppe (Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie) für die Planung von Seniorenwohnanlagen zuständig. „Parallel dazu habe ich 2009 die Leitung eines Altenzentrums in Rendsburg übernommen, das war eine kleine Pflegeeinrichtung mit angeschlossener Seniorenwohnanlage“, berichtet Melanie Müller-Semrau.

2013 wechselte sie nach Kaltenkirchen und betreute dort bis Ende April dieses Jahres beim Landesverein für Innere Mission psychisch erkrankte Menschen im eigenen Wohnraum sowie in der therapeutischen Wohngemeinschaft.

Als im November 2015 die Stelle als Leiterin des Ortscaritasverbandes in Neumünster ausgeschrieben wurde, war für Melanie Müller-Semrau zunächst keineswegs klar, dass sie sich um den Job bemühen würde. „Ich habe lange überlegt und mich natürlich gefragt, was es für einen Eindruck auf die Menschen macht, wenn die Tochter den Posten der Mutter übernimmt. Mir war bewusst, dass man das durchaus kritisch betrachten kann“, sagt sie.

Nach langen Gesprächen mit ihrer Familie reichte sie Mitte Januar ihre Bewerbung ein und wurde im Februar zu zwei Vorstellungsgesprächen eingeladen. Im März kam dann die offizielle Zusage. „Ich habe mich natürlich sehr gefreut“, sagt Melanie Müller-Semrau, die bereits als junges Mädchen viel von der Arbeit ihrer Mutter mitbekommen hat: „Das Thema Caritas hat mich schon immer begleitet. Meine Mutter hat oft von ihrem Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen erzählt, natürlich ohne den Datenschutz zu verletzen.“ Der Gedanke daran, in die Fußstapfen ihrer Mutter zu steigen, reifte bei Melanie Müller-Semrau aber tatsächlich erst, als klar war, dass Gabriele Semrau in diesem Jahr in Altersteilzeit gehen würde. „Meine Mutter war zunächst auch ein wenig skeptisch. Aber das war nicht böse gemeint, sondern ging eher in die Richtung ‚Was sollten wir alles bedenken?‘ Sie war aber auf alle Fälle erfreut. Es gibt ihr auch ein bisschen Sicherheit, dass sie weiß, wie ich ticke und in welche Hände sie ihre Arbeit übergibt.“

Zu Melanie Müller-Semraus Hauptaufgabenbereichen wird die Allgemeine Lebens- und Sozialberatung, die Kurberatung und - vermittlung sowie die Leitung des Hauses der Caritas mit seinen Beratungsangeboten und den Fachverbänden zählen. Ein besonderes Augenmerk will sie auf die Netzwerk- und Gremienarbeit sowie die Arbeit im pastoralen Raum richten. Ebenfalls im Fokus steht für sie, neue ehrenamtliche Helfer für die Kleiderkammer und die Seniorenbegegnungsstätte zu gewinnen.

In ihrer Freizeit geht Melanie Müller-Semrau gerne schwimmen, liebt lange Spaziergänge mit ihrem Mann und ihrem Hund in der Natur und fährt gerne mit dem Fahrrad. Aus ihrer Liebe zu Neumünster macht sie keinen Hehl: „Ich kann nicht verstehen, warum so viele auf die Stadt schimpfen. Die Versorgung, die wir hier haben, ist völlig ausreichend. Neumünster hat sich toll entwickelt. Es war immer mein Wunsch, hier zu arbeiten.“

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