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Neumünster : Kein Türkisch mehr an Schulen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Unterricht durch türkische Lehrer findet nur noch im Bildungszentrum Vicelinviertel statt. Keine Nachforderung der Stadt für die Benutzung

Neumünster | Nach monatelangen Verhandlungen gibt es nun eine Einigung: Seit dem 1. Juni findet der Unterricht des türkischen Konsulats ausschließlich in den Seminarräumen des Bildungszentrums Vicelinviertel an der Kieler Straße und nicht mehr in städtischen Schulen statt. Das gab der Erste Stadtrat Carsten Hillgruber jetzt offiziell bekannt. Die Verhandlungen hätten länger gedauert, weil sich der Konsul persönlich an Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras gewandt habe, so Hillgruber.

Erst aus dem Courier hatte die Stadtverwaltung im März erfahren, dass von der Türkei entsandte Lehrer an der Holsten-, der Pestalozzi- und der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule Türkisch-Unterricht anbieten. Vereine und Verbände müssen für die Nutzung von außerschulischen Veranstaltungen eine Genehmigung haben und dafür nach einer Gebührenordnung bezahlen. Beim Türkei-Konsulat verzichtete die Verwaltung aber auf die Gebühr (der Courier berichtete).

„Da das Konsulat bis jetzt aufgrund der grundsätzlich positiven Bekanntmachungen des Kultusministeriums, der im Detail nicht eindeutigen rechtlichen Vorgaben und der bisherigen Praxis in Neumünster von einer kostenfreien Nutzung der Schulräume ausgehen konnte, erhebt die Stadt auch rückwirkend keine Gebühren“, sagte Hillgruber. Die Nutzung des Bildungszentrums sei für alle pädagogischen Anbieter kostenfrei. Die Vereinbarung mit dem Konsulat ist nicht befristet.

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Neumünster, Tufan Kiroglu, lobte die Einigung. Er wünsche sich aber langfristig, dass an allen Schulen Türkisch als Wahlpflichtfach unterrichtet wird, ähnlich wie Englisch oder Französich, so Kiroglu.

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erstellt am 09.Jun.2017 | 11:00 Uhr

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