Friedrich-Ebert-Krankenhaus : Kein Patientenzulauf nach Keimen im UKSH

Einen Patientenzulauf aus der Landeshauptstadt konnte das FEK bislang nicht verzeichnen.
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Einen Patientenzulauf aus der Landeshauptstadt konnte das FEK bislang nicht verzeichnen.

Das FEK ist von dem gefährlichen Keim, der derzeit im Kieler Universitätsklinikum grassiert, nicht betroffen. Auch ein Zulauf an Patienten ist nicht spürbar.

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28. Januar 2015, 06:30 Uhr

Neumünster | Der gefährliche Keim, der derzeit am Universitätsklinikum (UKSH) in Kiel grassiert, hat bislang keine Auswirkungen auf das Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK). „Das FEK ist nicht betroffen“, bestätigte Pressesprecherin Maren von Dollen gestern. Gefeit sei vor einer solchen Situation allerdings keine Einrichtung: „Das kann schon morgen jede Klinik treffen“, sagt sie über die Ausbreitung des Keims „Acinetobacter baumannii“, der gegen praktisch alle Antibiotika resistent ist.

Einen Patientenzulauf aus der Landeshauptstadt konnte das FEK bislang nicht verzeichnen. Der Campus Kiel hatte aus Sicherheitsgründen die internistische Intensivstation für Neuaufnahmen bis auf weiteres geschlossen. Außerdem wurde eine von insgesamt drei Einheiten der operativen Intensivstation isoliert. Neue Patienten müssen von anderen Kliniken aufgenommen werden.

„Auf der inneren Medizin und der Intensivstation haben wir derzeit sogar noch freie Betten“, sagt Maren von Dollen. Im Bereich der operativen Fächer wie der Unfall-Chirurgie sei das FEK dagegen voll ausgelastet. Einen auffälligen Zulauf aus Kiel gebe es allerdings nicht, so die Sprecherin.

Seit Mitte Dezember ist bei 31 Patienten im UKSH der multiresistente Keim nachgewiesen worden, zwölf davon starben. Bei drei Personen könnte der Keim die Todesursache gewesen sein.

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