Kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen

Zum Zensus-Ergebnis

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01. Juni 2013, 03:59 Uhr

Zwei Jahre nach der Zensus-Erhebung liegt endlich das Ergebnis vor. Der schöne Nebeneffekt: Neumünster darf auf mehr oder zumindest stabile Zuweisungen aus dem Finanzausgleich von Bund und Land hoffen. Das reicht natürlich nicht, um jetzt das Füllhorn auszuschütten, denn Neumünsters Finanzlage bleibt zum Äußersten angespannt. Und das wird auch noch lange so bleiben. Der demografische Wandel hat längst begonnen und zeigt sich nicht nur im aktuellen Datenmaterial der Volkszählung. Die Stadt hat seit 1987 schon 2500 Einwohner verloren. Sie fehlen tatsächlich, und nicht nur aufgrund von Ungenauigkeiten bei der Fortschreibung der amtlichen Statistik. Der Trend, dass mehr Menschen fort- als zuziehen, weil sie in der Stadt keine Arbeit finden, ist zwar inzwischen gestoppt. Es werden aber deutlich weniger Kinder geboren, als Alte sterben. Unter dem Strich bedeutet das Jahr für Jahr ein Minus. Die Folgen kann man schon sehen. Die ersten Schulen sind geschlossen worden. Die gesamte Infrastruktur der Stadt muss auf den Prüfstand des demografischen Wandels. Es gibt keinen Grund, die Hände in den Schoß zu legen.

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