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Holsteinischer Courier

23. August 2017 | 16:24 Uhr

Wasbek : Kein Geld für den Pendlerparkplatz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wasbeker wollen lieber in eigene Belange investieren. Der Straßenausbau in der Gemeinde wird die Anwohner in Zukunft einiges kosten.

Keinen weiteren Cent wollen die Wasbeker Ortspolitiker in den Pendlerparkplatz am Höhnerkamp an der Autobahn 7, Abfahrt Neumünster-Mitte, investieren. Das wurde am Dienstagabend auf der Sitzung des Bauausschusses deutlich.

Nach dem Bau der Autobahn wurde der Parkplatz einst auf Kosten der Gemeinde angelegt, um Fahrgemeinschaften eine Stellfläche anzubieten. Heute parken dort durchschnittlich rund 100 Autos und Lastwagen pro Tag. Doch über die Jahre nahmen die Schlaglöcher auf der unbefestigten Fläche zu. Die Gemeinde dachte über eine Sanierung nach. Doch als jetzt auf der Sitzung der Preis zu hören war, nahmen die Politiker Abstand von der Idee: So soll eine Asphaltdecke rund 350 000 Euro kostet. Auch wenn durch Zuschüsse rund 50 Prozent der Summe wegfallen würden, sind den Wasbekern diese Kosten für überwiegend auswärtiger Pendler deutlich zu hoch.

Stattdessen will die Gemeinde lieber wichtigere Ausgaben tätigen. Dazu gehört unter anderem der Neu-, Aus- und Umbau der Straße Am Knüll als weitere Anbindung an das neue Bebauungsgebiet „Hofstelle Kühl“ im Ortszentrum. Außerdem stehen Straßenunterhaltungsmaßnahmen an der Lindenstraße sowie dem Timmasper Weg auf der Liste. Weiterhin sollen im Außenbereich Wirtschaftswege auf einer Länge von einem Kilometer saniert werden. Ob in einem Stück oder in Teilabschnitten muss noch geklärt werden. Allein dieses Vorhaben kostet 90 Euro pro Meter.

Von großem Interesse beim Thema Straßenausbau wird die Kostenbeteiligung der Anlieger sein. Denn für Ausbaumaßnahmen auch in den Außenbereichen muss die Gemeinde ab 2015 eine neue Satzung verabschieden, um an EU-Fördergelder von 53 Prozent zu kommen. Dir Satzung regelt außerdem eine Anliegerbeteiligung von 27 Prozent. Der Restbetrag wird dann über den Gemeindeetat ausgeglichen.

In Angriff genommen wurde bereits. die Kanalsanierung. Sie soll in den kommenden Jahren über einzelne Abschnitte abgewickelt werden. Hinsichtlich der Instandsetzung der Aalbekbrücke an der Hauptstraße warten die Ortspolitiker dagegen noch auf die Ergebnisse einer Prüfung, um eine finanzielle Größenordnung angeben zu können. Das bisher geschnürte Gesamtpaket hat nach Aussage des Vorsitzenden Reiner Großer ein Kostenrahmen von rund 500 000 Euro.

Bei der Erweiterung des Bauhofes treten die Kommunalpolitiker noch auf der Stelle. Die Mitglieder des Ausschusses für öffentliche Angelegenheiten hatten sich bei einer Ortsbesichtigung persönlich davon überzeugt, dass dringender Handlungsbedarf besteht, weil das Platzangebot völlig ausgereizt ist. Sie schlugen einen elf Meter langen Anbau in Leichtbauweise aus Holz und Blechplatten vor. Dafür sind 30 000 Euro im Etat bereits eingestellt. Ob der gewünschte Anbau überhaupt in dieser Form möglich ist, wurde vom Bauausschussvorsitzenden Großer ebenso in Frage gestellt wie die Größenordnung. Diese Punkte soll jetzt auf Wunsch der Fachausschussmitglieder ein Planer klären soll.

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erstellt am 27.Feb.2014 | 08:00 Uhr

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