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Holsteinischer Courier

25. November 2017 | 06:31 Uhr

Bornhöved : Kein Fracking im Amt Bornhöved

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Amtsausschuss sprach sich einstimmig gegen die umstrittene Methode aus. Und die Betreuung von Asylbewerbern braucht mehr Vorlauf.

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2014 | 07:30 Uhr

Bornhöved | Die Bürger des Amtes Bornhöved stehen dem Fracking als Rohstoffgewinnung skeptisch gegenüber – auch wenn sie schon manche Methode kennen.

Den Anblick von Kieslastern sind die Einwohner aus Bornhöved, Gönnebek, Tensfeld oder den anderen Bornhöveder Amtsgemeinden zwar gewöhnt. Auch in der Gemeinde Tarbek, in der die Mitglieder aus dem Bornhöveder Amtsausschuss sich zur Sitzung versammelten, gehört der Anblick von Kiesgruben zum Alltag.

An die grünen Förderpumpen an der alten Ölstraße zwischen Rendswühren und der Segeberger-Chausee können sich noch viele Einwohner aus den Dörfern im heutigen Amt Bornhöved erinnern. „Kieskuhlen können renaturiert werden. Die alten Ölpumpen haben ihre Zeit gehabt und sind abgebaut. Was Fracking anrichtet, ist ungewiss“, sagen die Anwohner im Amt Bornhöved. Deshalb wollen die Bürgermeister und die hinter ihnen stehenden Gemeindevertreter im Amt das Fracking nicht. „Das Zeug ist uns suspekt. Keiner weiß wirklich, was das möglicherweise mit dem Grundwasser anrichtet“, meinten sie im Amtsausschuss. Der Beschluss zur Beteiligung des Amtes Bornhöved zur sogenannten „Aufsuchung und Förderung von Kohlenwasserstoffen mittels Fracking“, wie es bergbaurechtlich heißt, fiel mit einem einstimmigen Ergebnis gegen Fracking aus.

Probleme bereitet zurzeit die Zuweisung von Asylbewerbern im Amt. Das berichtete der leitende Verwaltungsbeamte Dirk Peter Bünn. „Dabei geht es nicht um die Unterbringungsmöglichkeit, die besonders in Trappenkamp von der Wankendorfer Wohnungsbaugenossenschaft unterstützt wird“, erklärte Bünn. Nur das es heute vom Amt heißt „Morgen kommen vier Antragsteller“, das sei schon eine Zumutung. „Die Menschen stehen mit nichts außer einem Koffer in der Hand da, haben keinen Hausstand, keine Möbel. Da muss ganz viel organisiert werden“, meinte Trappenkamps Bürgermeister Harald Krille. Etwas Vorlaufzeit wäre da auch für die Mitarbeiter im Amt und für die Gemeinde nötig und fair.

Außerdem wurden der von der Delegiertenversammlung der Freiwilligen Feuerwehren im Amt Bornhöved am 21. März gewählte Amtswehrführer Michael Dahlke aus Bornhöved und sein Stellvertreter Mike Mischker aus Tensfeld vereidigt und in ihren Ämtern bestätigt.

Zustimmung erhielt auch die Bestellung des Bornhöveders Sönke Sandhoff als Wild- und Jagdschadenschätzer. Als Stellvertreter wurde Lars Stegmann aus Trappenkamp bestätigt.

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