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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 03:21 Uhr

Kaum Resonanz auf Ausbildungsmesse

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nur wenige Besucher nutzten das Angebot im Berufsinformationszentrum / Noch immer sind rund 85 Ausbildungsstellen unbesetzt

Junge Schulabgänger, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, hatten am Sonnabend die Gelegenheit, sich auf der Ausbildungsmesse im Berufsinformationszentrum (Biz) noch einmal nach einem geeigneten Berufsfeld umzuschauen. Genutzt haben dieses Angebot schließlich allerdings nur wenige Besucher.

„Das liegt auch daran, dass dieser Termin eine Nachvermittlungsaktion zum regulären Ausbildungsbeginn am 1. August beziehungsweise 1. September ist. Die große Berufsmesse findet ja am 26. November in den Holstenhallen statt. Dennoch, wir haben rund 100 Einladungen an potenzielle Bewerber verschickt. Aber die Reaktion darauf ist überschaubar“, berichtete Peter Baade, Teamleiter der Berufsberatung in der Agentur für Arbeit. Dabei gebe es nach neuesten Zahlen noch 85 unversorgte Schulabgänger und in etwa die gleiche Anzahl offener Ausbildungsstellen. Insbesondere im Einzelhandel, im Handwerk sowie im Gastronomiebereich seien noch Stellen zu haben. „Wer sich an uns wendet, hat also gute Chancen, auch nach dem Stichtag noch einen Ausbildungsplatz zu finden“, sagte Geschäftsführer Jens-Peter Stahl.

Zu den Besuchern, die das Angebot der Unternehmen und der Agentur nutzten, gehörte auch Finja Koos aus Niendorf. Sie wünschte sich einen kreativen Beruf und liebäugelte mit einer Ausbildung zur Konditorin. So konnte Torge Steenblock aus der Innung des Baugewerbes die 18-Jährige zwar nicht für sein Handwerk begeistern, aber Ulrike Petter aus der Kreishandwerkerschaft weckte das Interesse der jungen Frau mit dem Vorschlag, doch auch einmal ein Praktikum bei einem Raumausstatter zu machen.

Insgesamt waren sich Jens-Peter Stahl und Peter Baade darüber einig, dass die Betriebe willens und in der Lage sind, eine qualifizierte Ausbildung zu gewährleisten. „In Deutschland gibt es rund 400 Ausbildungsberufe. Deshalb sollten Schulabgänger die Berufsberatung nutzen, um sich umfassend zu informieren. Wir stehen hier gerne für alle Fragen und Auskünfte zur Verfügung“, erklärten sie.

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