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Holsteinischer Courier

21. Oktober 2017 | 12:52 Uhr

Umweltschutz : Kaum Interesse an Klimakonferenz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nur 20 Verbandsvertreter folgten der Einladung der Stadt. Sie erarbeiten jetzt einen Katalog mit Vorschlägen, welchen Beitrag die Stadt zum Schutz der Erde leisten kann.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2014 | 06:30 Uhr

Neumünster | Trotz bereits sichtbarer Folgen, das Thema Klimaveränderung scheint auf politischer Ebene und in vielen Teilen der Bevölkerung angesichts zahlreicher Krisengebiete weltweit und konkreter Probleme vor Ort in den Hintergrund gerückt zu sein. Das zeigte sich auf internationaler Ebene – beim Klima-Sondergipfel in New York ließ sich Angela Merkel von ihrer Umweltministerin vertreten – und auch an der Teilnehmerzahl während der zweiten Klimakonferenz in Neumünster.

Zwanzig Vertreter verschiedener Verbände waren am Dienstag der Einladung gefolgt. Vor drei Wochen, zur ersten Konferenz, waren noch vierzig der eingeladenen siebzig Leute erschienen (der Courier berichtete). Nun also nur noch zwanzig. Die allerdings haben laut Arne Lewandowski, dem Klimaschutzbeauftragten der Stadt „sehr aktiv gearbeitet. Wir haben heute viele Projektsteckbriefe erstellen können“, sagte Lewandowski.

Während der ersten Konferenz wurden Ideen zu den vier Handlungsfeldern Wirtschaft, Mobilität, Gebäude/erneuerbare Energien sowie Kommune/Infrastruktur gesammelt. Am Dienstag wurden diese Ideen in Projektsteckbriefen mit formulierten Zielen, Zeitabläufen und Ansprechpartnern von den jeweiligen Gruppen konkretisiert.

So wurde etwa für den Bereich Kommune/Infrastruktur ein kommunaler Klimaschutzwettbewerb vorgeschlagen, im Sektor Gebäude/erneuerbare Energie gab es den Vorschlag, Bioabfälle zur Stromerzeugung zu nutzen und im Bereich Wirtschaft wurde für die Nutzung von Abwärme in Industriegebieten plädiert.

Als nächsten Schritt planen die Verantwortlichen der Klimakonferenz die Erstellung eines Maßnahmenkatalogs bis Ende November. Die Abschlusskonferenz wird am 14. Januar 2015 stattfinden. Im Februar werden die Ergebnisse der Ratsversammlung mit anschließender Abstimmung präsentiert.

Arne Lewandowski und sein Team hoffen auf Zustimmung für die Konzepte, damit die vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für umweltbewusstes Management ermittelten Maßgaben für Neumünster (Reduktion des Wärmebedarfs um 24 Prozent bis 2030 und Senkung des Stromverbrauchs im gleichen Zeitraum um 20 Prozent) erreicht werden und Fördergelder für einen Klimaschutzmanager beantragt werden können.

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