Himmelfahrt : Kaum Bollerwagen – und bis zum Abend blieb alles ruhig

Seit 15 Jahren laufen Heiko (Foto von links), Gabriel, Helge, Fabian, Micha und Dennis an Himmelfahrt immer um den Einfelder See – an so ruhige Zeiten wie gestern konnten sie sich kaum erinnern.
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Seit 15 Jahren laufen Heiko (Foto von links), Gabriel, Helge, Fabian, Micha und Dennis an Himmelfahrt immer um den Einfelder See – an so ruhige Zeiten wie gestern konnten sie sich kaum erinnern.

Kalte Witterung und gute Polizeiarbeit sorgten für einen ruhigen Himmelfahrtstag.

shz.de von
14. Mai 2015, 20:30 Uhr

Neumünster | Lag es am windigen und ungemütlichen Wetter, wie manche Passanten meinten, oder an der umfassenden Aufklärungsarbeit der Polizei im Vorfeld? Der gestrige Himmelfahrtstag war zumindest an den jahrelangen Brennpunkten Einfelder Schanze, Hochzeitswald und Vogelwiese in Bordesholm sowie auf den umliegenden Straßen und Wegen nach Ansicht der Polizei bis zum Abend einer der ruhigsten seit vielen Jahren. Bis auf vereinzelte Gewahrsam-Nahmen und Platzverweise blieb es bis Redaktionsschluss nach Angaben von Polizeisprecher Rainer Wetzel ruhig. Rund 80 Beamte hatten ab 10 Uhr wie in den vergangenen Jahren ihre Basis im Feuerwehrhaus in Mühbrook aufgeschlagen.

Erstmals waren Marco Rose von der Polizei und der Jugendschutzbeauftragte von Neumünster, Andreas Leimbach, gemeinsam im Streifenwagen unterwegs. Mit Info-Zetteln informierten sie die wenigen Gruppen, die meist mit Fahrrädern oder zu Fuß unterwegs waren, über die Verfügungen auf der Vogelwiese und im Hochzeitswald. Dort galten Besucher-Höchstgrenzen von 100 bzw. 80 Personen. Grillen, offenes Feuer und das Mitführen von größeren Alkoholmengen war verboten. Am Einfelder See mussten alkoholisierte und/oder aggressive Personen mit Platzverweisen rechnen. „Es ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren echt ruhig. Und die, die wir ansprechen, zeigen sich einsichtig und vernünftig“, freute sich Marco Rose. Nur ganz selten mussten Leimbach und er ein ernstes Wörtchen mit den meist Heranwachsenden reden. Richtige Väter mit Bollerwagen wie in den vergangenen Jahren waren im Bereich Einfelder See / Bordesholmer See gestern Nachmittag so gut wie keine unterwegs. Auch in der Innenstadt und den anderen Stadtteilen war weniger als sonst los. „Wir waren vorab auch an allen weiterführenden Schulen und haben über die Verbote und Maßnahmen der Polizei informiert. Das zeigt offenbar Wirkung“, meinte Andreas Leimbach.

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