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Boostedt : Kasernengelände: Sportler können Halle nicht nutzen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vertrag gekündigt: Die Trainingsmöglichkeiten für den SV Boostedt in der Kasernen-Sporthalle sind ungewiss.

Boostedt | Mit der offiziellen Freigabe der Rantzau-Kaserne durch die Bundeswehr (der Courier berichtete) verliert der Sportverein Boostedt möglicherweise eine wichtige Trainingsstätte. Denn die Nutzungsverträge zwischen dem Verein und dem Dienstleistungszentrum der Bundeswehr in Plön für die Sporthalle auf dem ehemaligen Kasernengelände wurden in der vergangenen Woche fristlos gekündigt. Bisher war man davon ausgegangen, dass das Training zumindest über die Wintersaison noch dort stattfinden kann.

„Dies war ein notwendiger Verwaltungsakt, da die Bundeswehr das Gelände ja an die Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) übergeben hat. Weitere Verträge muss der Verein jetzt mit dieser beziehungsweise mit dem Amt für Ausländerangelegenheiten klären“, erläuterte Oberstleutnant Volker Pietschmann auf Anfrage.

Der Leiterin der Erstaufnahme in Boostedt, Katja Ralfs (Amt für Ausländerangelegenheiten), war diese Problematik der Hallennutzung nicht ganz neu. Eine Entscheidung zur Lösung dieses Problems gibt es aber noch nicht. „Wir würden es grundsätzlich sehr begrüßen, wenn der Sportverein die Halle weiter nutzt. Denn der Sportverein bringt sich bei der Betreuung der Asylbewerber ja schon jetzt sehr mit ein“, sagte Katja Ralfs. Dennoch könne sie zurzeit zu einem neuen Nutzungsvertrag noch keine Aussage machen, da dies mit dem Finanzministerium abgestimmt werden müsse.

Peter Blumenröther, Vorsitzender des SV Boostedt, äußerte sich mit gewissem Verständnis für die neue Situation. „Die Kündigung war der logische Schritt. Und es ist auch nachvollziehbar, dass man bei der Freigabe des Geländes nicht als Erstes an uns gedacht hat. Dennoch haben wir jetzt natürlich ein Problem, den Trainingsbetrieb, der bisher an drei Abenden in der Woche in der Halle stattfand, aufrecht zu halten“, erklärte er. Schließlich habe die Wintersaison bereits begonnen, und der Verein habe keine Alternative. „Doch die ersten Kontakte sind bereits geknüpft. Ich hoffe deshalb, dass eine Einigung auch unter den neuen Voraussetzungen zeitnah möglich sein wird. Außerdem tut es der Halle ja gut, wenn darin trainiert wird und sie nicht leer steht“, so Blumenröther abschließend.  



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