zur Navigation springen

Boostedt : Kasernen-Umbau: Es hat sich nichts getan

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Es gibt noch keinen Mietvertrag. Erste Gespräche sollen am Donnerstag sein.

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Boostedt | Teile der Boostedter Rantzau Kaserne sollen zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut, die ersten Menschen dort ab Januar untergebracht werden. Doch bisher ist noch nichts passiert. Selbst einen Mietvertrag zwischen Land und Bima gibt es bisher noch nicht.

Wann wird die geplante Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Teilen der Boostedter Rantzau-Kaserne den ersten Flüchtlingen Obdach gewähren können? Diese Frage steht seit Wochen im Raum. Und der von Staatssekretärin Manuela Söller-Winkler (SPD) auf der Einwohnerversammlung Anfang Oktober (der Courier berichtete) benannte 1. November als Termin für den Beginn der Umbauarbeiten ist nun auch verstrichen. Bisher gibt es nicht einmal einen Mietvertrag zwischen dem Land und dem zuständigen Geschäftsbereich Gewerbe der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), der in Schwerin ansässig ist. Dies bestätigte auch die, im dortigen Büro zuständige Sachbearbeiterin Mylène Pionke gestern auf Anfrage. „Bisher konnten wir noch gar keine Gespräche führen, da der Freigabe-Erlass aus dem Bundesverteidigungsministerium noch nicht vorlag“, sagte sie. Dieser sei nun aber gerade eingetroffen.

Ein erstes informelles Treffen zwischen Vertretern des Landes, der Bima und der Bundeswehr sei jetzt für Donnerstag angesetzt. „Doch entschieden wird da noch nichts. Hier geht es zunächst nur um einen Ortstermin, bei dem sich die Beteiligten über die Möglichkeiten und Erfordernisse in puncto Konditionen und Laufzeiten austauschen wollen“, erklärte Pionke. Wann schließlich der Mietvertrag geschlossen werde, bleibe weiterhin offen.

Als Zeitpunkt für den Einzug der ersten Flüchtlinge war, laut Söller-Winkler bisher der 1. Januar 2015 vorgesehen. Die Einrichtung sollte dann spiegelbildlich zur Erstaufnahmestelle in Neumünster ausgestattet sein. Doch ob die baulichen Maßnahmen bis dahin überhaupt in Angriff genommen werden können, steht nach dem jetzigen Stand der Dinge noch in den Sternen.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen