Boostedt : Kasernen-Gelände: SPD will Mix aus Wohnungen und Gewerbe

Ende des Jahres sind alle Soldaten abgezogen. Was aus dem Gelände wird, ist noch unklar.
Ende des Jahres sind alle Soldaten abgezogen. Was aus dem Gelände wird, ist noch unklar.

Fraktion stellt Vorschläge für die Kasernennutzung zur Diskussion.

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22. Juli 2015, 08:00 Uhr

Boostedt | Ende 2015 verlässt der letzte Soldat Boostedt. Teile der Rantzau-Kaserne werden in den kommenden Jahren als Unterkunft für 500 Flüchtlinge genutzt. Darüber hinaus ist die zukünftige Gestaltung des Kasernengeländes völlig unklar. Die SPD-Fraktion im Boostedter Gemeinderat hat gestern ein Eckpunkte-Papier zur Zukunft der Rantzau-Kaserne vorgestellt. Sie setzt dabei auf einen Mix aus Wohnungsbau und Gewerbeansiedlung. Eine breite „grüne Ader“ soll die Bereiche voneinander trennen. Für die Anbindung an den Straßenverkehr streben die Sozialdemokraten eine klare Trennung an: das Wohngebiet über die Von-der-Borne-Straße, der gewerbliche Teil allein durch die „Panzerstraße“.

„Die Umgestaltung des Kasernengeländes ist für Boostedt eine Herkules-Aufgabe. Unser Eckpunkte-Papier sehen wir als Impuls, um im Dorf eine intensive Diskussion über die Zukunft des Kasernengeländes zu führen. Je mehr Boostedter sich daran beteiligen, desto besser“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Schauer.

Um zu verhindern, dass für Wohnnutzungen künftig in Boostedt wertvolle landwirtschaftliche Flächen in Anspruch genommen werden müssen, bietet sich laut SPD die Errichtung eines neuen Wohngebiets auf dem Kasernengelände an. Es sollte hinsichtlich Energie- und Wärmeversorgung modernsten Anforderungen genügen und an das Breitbandnetz angebunden werden. Auch neue Wohnformen wie beispielsweise Mehr-Generationen-Häuser könnten hier ihren Platz finden.

Zweiter Pfeiler beim Umbau der Rantzau-Kaserne ist für die Sozialdemokraten die gewerbliche Nutzung. Die Ansiedlung von Handwerksbetrieben und „stillem Gewerbe“ stehen obenan. Zukunftsweisende Unternehmen aus dem Energiesektor und die Etablierung eines Gesundheitsbereichs mit Pflegeeinrichtungen kommen ebenfalls in Betracht. „Keine Chance sehen wir für die Ansiedlung von Industrie wegen der damit verbundenen Belastungen für die Boostedter“, schränkte Bernd Schauer ein.

Für die Nutzung von Sportplätzen und Sporthalle denkt die SPD-Fraktion an eine Doppelnutzung durch die örtlichen Sportvereine und die Landesunterkunft für Asylsuchende. Erwerbs- und Betriebskosten sollten dabei wegen des vorrangigen Interesses vom Land getragen werden. Denkbar ist es für die SPD auch, die Feuerwehr auf das Kasernengelände zu verlegen. 






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