Nachruf : Karlheinz Grube – ein Leben für die Musik

So mochten ihn seine Schüler: Noch im im hohen Alter von 90 Jahren gab Karlheinz Grube wie hier beim Singkreis der Musikschule den Ton an.
So mochten ihn seine Schüler: Noch im im hohen Alter von 90 Jahren gab Karlheinz Grube wie hier beim Singkreis der Musikschule den Ton an.

Der stadtbekannte Musiklehrer und Chorleiter starb am vergangenen Sonnabend im Alter von 90 Jahren.

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20. Juni 2015, 08:30 Uhr

Neumünster | „Musik ist mein Leben“, sagte Karlheinz Grube noch beim Empfang zu seinem 90. Geburtstag im vergangenen Jahr fröhlich lachend über sich selbst. Und es gibt wohl niemanden, der ihn kannte, der das ernsthaft in Zweifel ziehen wollte. Ganzen Generationen von Neumünsteranern hat er das Singen beigebracht. Am vergangenen Sonnabend ist er im 90. Lebensjahr nach kurzem Aufenthalt in der Klinik verstorben.

Das Singen und die Liebe zur Musik haben sein ganzes Leben begleitet. Geboren und aufgewachsen in Königsberg (heute Kaliningrad) saß er schon als Kind am elterlichen Klavier und sang mit neun Jahren im angesehenen Heinrich-Albert-Knabenchor der ostpreußischen Hauptstadt. Der Krieg zerstörte seinen Wunsch, Medizin zu studieren, stattdessen baute er alsbald in der Kriegsgefangenschaft einen Männerchor auf.

Nach dem Krieg studierte Grube zunächst Pädagogik in Kiel, 1952 begann er an der Musikhochschule in Hamburg mit dem Hauptfach Gesang. Da war der Ostpreuße in seiner neuen Heimat Neumünster längst als musikverliebter Chorleiter bekannt. Zunächst an der Wilhelmschule (später Fehrs-Schule), dann an der Immanuel-Kant-Schule versuchte er, die Liebe zur Musik zu wecken.

Das gelang ihm auch außerhalb des Schulunterrichts: Zeitzeugen erinnern sich noch heute an das außergewöhnliche Engagement, mit dem Grube „seine“ Chöre zu immer neuen Leistungen antrieb. Über drei Jahrzehnte, von 1958 bis 1992, leitete er den städtischen Kinderchor, mit dem er Chor- und Konzertreisen quer durch Europa unternahm. 20 Jahre wirkte er als Leiter des Männerchors von 1884, 59 Jahre leitete der engagierte Christ den Kreuzkirchen-Chor. Noch bis kurz vor seinem Tod steuerte er den Singkreis der Musikschule – ein Leben für die Musik.

Karlheinz Grube hinterlässt drei Kinder und vier Enkel. Die öffentliche Trauerfeier ist für Montag , 29. Juni, ab 12.30 Uhr in der Kreuzkirche an der Rendsburger Straße vorgesehen. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

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