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Neuzugänge im Tierpark : Kap ist umgezogen, Vitus und Larissa sind da

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Tierpark hat mit dem 600-Kilo-Brocken Vitus jetzt den größten Eisbären Deutschlands. Er zeigt sich zu Ostern dem Publikum

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erstellt am 15.Apr.2017 | 09:30 Uhr

Neumünster | Der Tausch ist perfekt: Eisbär Kap (16) ist wohlbehalten im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe angekommen. Im Gegenzug sind von dort Larissa ( 26) und Vitus (16) in den Tierpark an der Geerdtsstraße gezogen. Pünktlich zu Ostern werden sie sich den Besuchern präsentieren.l

Die Karlsruher hatten mit beiden Bären extra trainiert, damit sie freiwillig in ihre Transportkisten liefen. Eine Narkose war so nicht nötig. Der zehn Stunden dauernde Transport verlief reibungslos. Vitus durfte am Donnerstag erstmals sein neues Außengehege erkunden – eine noch ungewohnte Umgebung mit vielen neuen Gerüchen. Das Braunbärengehege mit Bärin Püppi liegt gleich nebenan. Vorsichtshalber wurden die Elektrozäune dazwischen auf 1,20 Meter erhöht.

Das scheint auch nötig, denn Vitus ist aufgerichtet mit 3,60 Meter Körperhöhe und einem Gewicht von 600 Kilogramm ein echter Brocken. Er ist der größte Eisbär Deutschlands und einer der größten in ganz Europa. Mit seinen 300 Kilogramm ist Kap da fast ein Leichtgewicht, aber im besten Eisbärenalter. Und er hat wertvolle Gene, soll in Karlsruhe mit der Eisbärin Nika für Nachwuchs sorgen. Er kennt Nika sogar bereits, denn Kap kam als junger Bär 2001 aus Moskau erst nach Karlsruhe und dann 2004 nach Neumünster.

Nachwuchs wird es in Neumünster nicht geben: Vitus ist unfruchtbar, Larissa für die Zucht schon zu alt. Zudem ist die Anlage in Neumünster nicht zur Zucht geeignet. Tierparkchefin Verena Kaspari findet, dass Larissa und Vitus das perfekte Paar für Neumünster abgeben; der Platz im Gehege sei ausreichend für zwei erwachsene Bären.

Obwohl beide zuvor zehn Jahre lang gemeinsam in Karlsruhe gehalten wurden, blieben sie in den ersten Tagen in Neumünster noch getrennt. Die 1990 im Rotterdamer Zoo geboren Larissa musste sich mit dem Vorgehege begnügen. Vitus stammt aus Rostock und entwickelte in Neumünster schon einmal mächtig Kohldampf auf Fisch, Fett und Karotten. Bei der ersten öffentlichen Fütterung durch Tierpflegerin Ines Petersen richtete sich Vitus, angelockt durch Heringe und Fleisch, schon einmal zu seiner vollen Körpergröße auf. Und eines schwant Tierparkleiterin Verena Kaspari bei Vitus’ Appetit schon jetzt: „Die Futterrechnung wird künftig höher ausfallen.“

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