Grossflecken : Kanalnetz kommt auf den Prüfstand

Eine Hamburger Inspektionsfirma untersuchte das Kanalnetz auf dem Großflecken in den Abendstunden auf Schäden.
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Eine Hamburger Inspektionsfirma untersuchte das Kanalnetz auf dem Großflecken in den Abendstunden auf Schäden.

Vor der Umgestaltung des Großfleckens werden die Kanäle auf Schäden geprüft. Bislang sind keine gravierenden Mängel erkennbar.

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31. März 2016, 08:15 Uhr

Neumünster | Die Planungen für die Umgestaltung des Großfleckens laufen, doch bevor es an die Verschönerung von Neumünsters guter Stube geht, wird zunächst das Kanalnetz auf Herz und Nieren geprüft. Die Stadt hat eine Hamburger Inspektionsfirma damit beauftragt, das komplette System unter die Lupe zu nehmen und auf Schäden zu inspizieren.

„Wir haben auf dem Großflecken drei verschiedene Systeme, das Regenwassersystem sowie Misch- und Schmutzwasserkanäle“, erklärt Holger Friedrichs, Arbeitsgruppenleiter der Stadtentwässerung. Inspiziert werden zum einen der Hauptkanal sowie auch die Anschlussleitungen, die zu den Straßenabläufen oder den einzelnen Gebäuden führen. „Das Technische Betriebszentrum hat die Arbeiten am Hauptkanal übernommen. Die Anschlussleitungen überprüft die Hamburger Firma, weil uns für diese Arbeiten die Ausrüstung fehlt“, sagt Holger Friedrichs und erklärt, wie eine solche Inspektion abläuft: „Der Hauptkanal wird zunächst mit einer Spüldüse gereinigt. Dann fährt eine Kamera hinterher und untersucht den Kanal auf Schäden. Der Inspekteur sitzt in seinem Fahrzeug und kann die Kamera von dort aus bedienen. Es handelt sich dabei um hochsensible Geräte, die sehr klare, farbige Bilder liefern.“

Bezüglich der Schäden zieht Holger Friedrichs bislang eine positive Bilanz: „Die erste Tendenz ist in Ordnung. Gravierende Mängel haben wir am Hauptkanal nicht feststellen können. Die Anschlussleitungen müssen dagegen ein wenig aufgewertet werden“, sagt der Mitarbeiter des Tiefbauamts. Aus der benachbarten Lütjenstraße, in der ebenfalls der Hauptkanal inspiziert wurde, liegen noch keine Erkenntnisse vor.

Für die Anwohner sind die Arbeiten nicht mit größeren Beeinträchtigungen verbunden. Aktuell wird tagsüber gearbeitet, doch auch bei den abendlichen Prüfungen gab es keine Komplikationen. „Man hat zwar gehört, wenn gespült wurde, aber wir sind immer in den Schlaf gekommen“, berichtet Monika Krebs, die an der Holstenstraße / Ecke Großflecken wohnt.

Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Mitte April andauern.

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