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Bönebüttel : Kanäle sind gesichtet, jetzt kommt die Reparatur

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Eigenleistung am Bau kann sich jetzt rächen.

Bönebüttel | Die gute Nachricht für die Mitglieder des Bönebütteler Bau- und Planungsausschusses lautete am Dienstag: Das Kanalkataster für die Gemeinde steht. Wie teuer Reparaturen und Instandsetzungen werden, ist aber noch offen.

Die sogenannte Selbstüberwachungsverordnung (SüVO) gibt die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Erstellung von Kanalkatastern, Filmungen, Untersuchungen, Auswertungen und Schadenbeseitigungen bei Abwasserkanälen vor. Auch die Regenwasserableitung fällt hierunter.

Bauingenieur Arne Losch stellte den Bauausschussvertretern die fertigen Pläne vor. 8,67 Kilometer Abwasserkanäle gehören zu Bönebüttel. Mit der Erfassung ist es allerdings nicht getan. Jetzt müssen vorhandene Schäden ausgewertet und Reparaturlösungen gefunden werden. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen und auch einiges an Geld kosten. „Manche Reparatur kann sicher mit einer sogenannten Inlinerlösung kostengünstig erledigt werden“, meinte Bönebüttels Bürgermeister Udo Runow (SPD). Und dort, wo alte Steigeisen aus Gußeisen in den Schächten wegbrechen, können diese auch komplett entfernt werden. „Der Zugang zu den Schächten kann auch mit einer Leiter erfolgen“, sagte Runow.

Hier und da rächt sich heute auch die einst kostengünstige Eigenleistung beim Anschluss der Häuser an die Kanalisation. In den 1970er- Jahren wurden die häufig verwendeten Tonrohre einfach „angepickert“ und von außen mit einer Plastikabdeckung und Beton abgedichtet. Die inzwischen abgesackten Rohre, undichten Anschlussstellen und gerissenen Rohre werden als Schäden eingestuft, die zu reparieren sind, hieß es. Unterm Strich müssen mittelfristig die Haushalte die Kosten tragen, da die Abwasserbeseitigung von der Gemeinde kostenneutral für den Haushalt gestaltet werden muss. Mit der möglichen Reparaturkostenhöhe müssen sich jetzt erst einmal ein Ingenieurbüro und die Gemeindevertretung beschäftigen.

Offen blieb in der Sitzung auch die Lösung eines Problems von Anwohnern aus dem Hasenredder. Dort stehen alte Eichen, die im Sommer viel Schatten und im Herbst Mengen von Blättern und Eicheln abwerfen. Am liebsten würden einige Anwohner die Bäume auf vier bis fünf Meter gestutzt bekommen. Das allerdings dürfte so kaum möglich sein, meinten Udo Runow und der Ausschussvorsitzende Rolf Klein. Einen radikalen Schnitt würden die Eichen nicht aushalten. Außerdem müsste das zunächst mit der Umweltbehörde abgestimmt werden. Ob den Bürgern mit pflegenden Kronenschnitten der Bäume geholfen werden kann, soll mit der Behörde und Fachleuten geklärt werden.

Außerdem soll der Sickkampsredder eine Asphaltdecke erhalten. Im Bereich der Bönebütteler Biogasanlage sollen die Reparaturarbeiten mit Beteiligung des Anliegers erfolgen, da der Weg durch den Betrieb der Anlage stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Auch im Mövenwischredder soll eine neue Asphaltspurbahn die alte wellige und beschädigte Spurbahn ersetzen.

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erstellt am 11.Sep.2014 | 09:00 Uhr

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