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Wittorfer Strasse : Käufer für Feuerwache gefunden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Investor zahlt offenbar den vom Gutachter benannten Preis. Die Ratsversammlung muss am 3. Juni noch zustimmen.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Neumünster | Gut fünf Monate vor dem Umzug der Berufsfeuerwehr ins Gefahrenabwehrzentrum ist ein Investor für die alte Wache an der Wittorfer Straße gefunden. Die Ratsversammlung muss dem Verkauf in der Sitzung am 3. Juni noch zustimmen. Die Abstimmung erfolgt in nicht-öffentlicher Sitzung.

Die Stadt wollte sich gestern nicht zu Hintergründen und Einzelheiten äußern. Nach Courier-Informationen soll es sich bei dem Käufer um ein Unternehmen aus Schleswig-Holstein handeln. Der Preis liegt demnach im hohen sechsstelligen Bereich und entspricht der Empfehlung eines Gutachters, der den Gebäudekomplex zuvor in Augenschein genommen und bewertet hatte. Der Investor muss auch den Denkmalschutz einhalten. Der markante Schlauchturm mit der Fassade zur Schützenstraße wird erhalten bleiben. Im Gespräch war immer wieder eine Nachnutzung des Areals mit Büros und Praxen oder altersgerechtes Wohnen.

Die Feuerwache wurde am 13. November 1929 bezogen und gut drei Wochen später offiziell eingeweiht. Der Baupreis betrug damals 330 000 Reichsmark. Bereits ab 1930 begann die Erweiterung, in den Nachkriegsjahren auch aus Trümmern der Vorgänger-Wache an der Bahnhofstraße. Nach und nach wurden bis in die 90er-Jahre ehemalige Dienstwohnungen zu Verwaltungsräumen umfunktioniert.

Im Herbst soll der Umzug in die neue Feuer- und Rettungswache im Gefahrenabwehrzentrum an der Färberstraße erfolgen. Die Vorbereitungen dafür sind angelaufen. „Wir haben bereits die ersten Werkstätten durchforstet und ausgemistet. Nicht mehr benötigte Akten wurden entsorgt, erste Sachen beschriftet“, sagt der Chef der Berufsfeuerwehr, Sven Kasulke.

Eine Brache bleibt uns erspart

Lob für die Stadt: Früh hat sich die Verwaltung unter Federführung von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Stadtrat Oliver Dörflinger um eine Nachfolgenutzung der alten Wache gekümmert. Das zahlt sich jetzt  aus. Der Investor bekommt eine sanierungsbedürftige Perle in bester Innenstadtlage – und die Stadt einen schönen Betrag zur Sanierung des Haushaltes.

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