Rathaus : Kälte verzögert die Restarbeiten

Nur Vorarbeiten  können die Handwerker derzeit machen. Der Rathausturm bekommt einen Kupfermantel. Gelötet werden kann bei Frost nicht.
Nur Vorarbeiten können die Handwerker derzeit machen. Der Rathausturm bekommt einen Kupfermantel. Gelötet werden kann bei Frost nicht.

Bei Frost muss das Rathausgerüst noch länger stehen bleiben.

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03. Dezember 2014, 07:00 Uhr

Neumünster | Jetzt hat das kalte Wetter die Regie übernommen. Die restlichen Arbeiten auf dem großen Gerüst über dem Rathausdach sind in der letzten Phase. Doch wann sie erledigt sind und die hohe Stahlkonstruktion wieder abgebaut werden kann, steht derzeit noch in den Sternen.

Grund für die planerischen Unklarheiten ist das Wetter. Wegen der Kälte können die Handwerker, die dem Turm gerade statt der Schiefer-Ummantelung sein ursprüngliches Kupferkleid anfertigen (der Courier berichtete), derzeit nur diverse Vorarbeiten leisten. „Löten geht bei den tiefen Temperaturen nicht“, erklärte Ralf-Joseph Schnittker, Chef der Bauverwaltung.

Sobald die Kupfer-Ummantelung am höchsten Rathauspunkt fertig ist, wird das gigantische Gerüst eigentlich nicht mehr gebraucht. Doch auch beim Abbau haben die Temperaturen ein Wörtchen mitzureden: Wenn es länger kalt bleibt, muss das Gerüst noch stehen bleiben. „Die Stahlkonstruktion ist dann zu glatt. Ein Abbau wäre zu gefährlich“, so Schnittker.

Ob witterungsbedingte zeitliche Verzögerungen dem Gerüst noch das einjährige Jubiläum bescheren, bleibt abzuwarten. Immerhin steht es bereits seit dem 3. März wie eine Brücke über dem Rathausdach. Statische Probleme hatten die Bauarbeiten im Frühjahr lange verzögert. „Auf das Jubiläum‚ ein Jahr Baugerüst‘ lege ich zumindest keinen Wert“, meinte der Chef der Bauverwaltung gestern. Er hofft stattdessen auf ein paar milde Wochen im Winter.

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