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Holsteinischer Courier

23. August 2017 | 06:52 Uhr

Boostedt : Kabelverlegung ärgert die Anwohner

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Massive Beschwerden begleiten die Bauarbeiten rund um den Waldweg.

Die Bauarbeiten zum Wechsel von Stromkabeln sorgen in Boostedt rund um den Waldweg zurzeit für massive Beschwerden. „Wir sind nicht informiert worden. Es gibt zeitweise keinen Strom und kein Internet außerdem kann man die Grundstücksauffahrten nicht nutzen. Alle Nachbarn regen sich darüber auf. Das geht nun schon Wochen so und es gibt keinen Ansprechpartner“, entrüstete sich eine Anwohnerin, die nicht genannt werden will, gegenüber dem Courier.

Sie habe weder bei der Gemeinde noch bei den Stadtwerken auf Nachfrage eine Auskunft erhalten. „So geht das nicht. Meine Tochter arbeitet zuhause. Da kann es doch nicht sein, dass plötzlich das Internet nicht mehr funktioniert“, argumentierte sie weiter. Gegen die Bauarbeiten habe sie ja nichts, aber man müsse sich doch darauf einstellen.

Auf Anfrage des Couriers bestätigte die Schleswig-Holstein Netz AG, Auftraggeber für die Bauarbeiten zu sein. Außerdem gaben die Stadtwerke Neumünster bekannt, dass sie die Tiefbauarbeiten zeitgleich nutzen, um vorsorglich Leerrohre für die Breitbandversorgung mit einzubringen.

„Wir bedauern sehr, dass in diesem Fall keine Information an die Anwohner herausgegangen ist. Üblicherweise werden die betroffenen Haushalte von uns einige Tage vorher von den Unterbrechungen in Kenntnis gesetzt“, erklärte dazu Volker Mielisch, Pressesprecher der Schleswig-Holstein Netz AG.

In den Straßen Am Flugsand und Memellandstraße wurden seit Mitte September rund 650 Meter Stromkabel ausgewechselt. Zurzeit werden hier die Oberflächen wieder hergestellt. Die Fertigstellung ist für die kommende Woche geplant.

Die Bauarbeiten im Waldweg, Gooskamp, Friedrichshöhe und Münsterberg, in denen rund 900 Meter Kabel verlegt wurden, sollen Anfang November wieder hergestellt sein.

Das Vorgehen bei solchen Sanierungsmaßnahmen erklärte Mielisch wie folgt: Zuerst werden die neuen Stromkabel verlegt. Diese werden dabei in einem Stück von Verteiler zu Verteiler gezogen, um Schadensquellen auszuschließen. Daraus resultieren die langen Gräben. Danach werden die Hausanschlüsse auf die neuen Kabel umgelegt. Dazu muss der Strom im jeweiligen Straßenzug abgeschaltet werden. Bei längeren Bauabschnitten kann es vorkommen, dass diese Umbindung nicht innerhalb eines Tages erfolgen kann. „Die Anwohner der zweiten Baumaßnahme wurden hierzu jedoch vor ein paar Tagen nachträglich informiert“, versicherte Mielisch.

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erstellt am 27.Okt.2013 | 09:00 Uhr

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