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Lange Bauzeit : JVA-Sanierung: Haus C ist jetzt fertig

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ministerin Spoorendonk feierte das Ende der größten Sanierungsmaßnahme im Justizvollzug im Land. Die Gesamtkosten liegen bei 25 Millionen Euro.

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erstellt am 23.Feb.2016 | 10:00 Uhr

Neumünster | Mit der offiziellen Übergabe des Südflügels ist gestern die umfangreiche Modernisierung des Hauses C in der Justizvollzugsanstalt abgeschlossen worden. Im Oktober 2011 waren bereits die sanierten Ost- und Westflügel übergeben worden, im November 2013 folgte der Nordflügel.

Bei der gestrigen Feierstunde sagte Justizministerin Anke Spoorendonk: „Wir feiern heute die Fertigstellung der größten Sanierungsmaßnahme im Justizvollzug in Schleswig-Holstein seit Beginn des Investitionsprogramms aus dem Jahre 2000. Beginn der Baumaßnahme im Haus C war bereits 2007. Der Gesamtumfang aller Baukosten liegt bei 25 Millionen Euro.“

Das unter Denkmalschutz stehende Haus C ist ein Backstein-Kreuzbau aus dem Jahr 1905, hat viele Funktionen und ist der Mittelpunkt der gesamten Anstalt. Das C-Haus beinhaltet unter anderem Verwaltungsbereiche, den großen Besuchsraum, die Gefangenenbibliothek, ein Therapie- und Beratungszentrum und acht moderne Vollzugsabteilungen mit 237 Haftplätzen. Damit ist das Haus C das größte Hafthaus in Schleswig-Holstein.

Neben der Sanierung wurden die Abläufe im gesamten Gefängnisbereich optimiert – etwa die Versorgung der Gefangenen mit Essen und Wäsche oder die Müllentsorgung. „Diese stetigen Baubelastungen fordern von allen Beteiligten und Betroffenen ein hohes Maß an Einsatz, Engagement, Belastungsfähigkeit und sicherlich auch Leidensfähigkeit. Ich bedanke mich daher sehr herzlich bei den Bediensteten der JVA, aber auch den Gefangenen, die über die vielen Jahre die Belastungen des Umbaus tragen und auch noch weitere tragen müssen. Ich danke ebenso dem Gebäudemanagement Schleswig-Holstein, dem Generalplaner, dem Bauleiter und den ausführenden Handwerkern, die unter rücksichtsvoller Wahrung des Charmes der alten kaiserlichen Bausubstanz ein funktionsgerechtes und behandlungsorientiertes Hafthaus erstellt haben“, sagte Spoorendonk.

Die JVA wurde einst als preußisches Zentralgefängnis gebaut und wird seit 1962 ständig erweitert oder saniert.

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