zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 15:46 Uhr

Ruhestand : JVA-Chef wurde verabschiedet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jörg Alisch geht in den Ruhestand. Die Leitung übernimmt seine bisherige Stellvertreterin Yvonne Radetzki.

von
erstellt am 19.Dez.2013 | 06:30 Uhr

Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Neumünster hat eine neue Leitung. Im Rahmen einer Feierstunde wurde gestern der bisherige Chef Jörg Alisch (65) feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Zugleich wurde Yvonne Radetzki (43) als neue Leiterin der JVA in ihr Amt eingeführt. Sie wird dann die – gemessen an der Belegungsfähigkeit – mit 596 Haftplätzen größte JVA des Landes führen.

Justizministerin Anke Spoorendonk würdigte gestern in ihrer Ansprache die Arbeit des scheiden Leiters und erinnerte an seine beruflichen Stationen: Jörg Alisch begannen 1978 als Diplom-Psychologe in der JVA Neumünster. Später wurde er zusätzlich zum wissenschaftlichen Berater der Aufsichtsbehörde, also dem Justizministerium, bestellt.

1983 wechselte er an die JVA Kiel und wurde dort Vollzugsleiter. 1984 wurden Jörg Alisch dort ständiger Vertreter des JVA-Leiters . Im Januar 1991 ging es zurück nach Neumünster. Dort übernahmen er die Aufgaben eines Vollzugsleiters und wurde zugleich ständiger Vertreter des JVA-Leiters, bis er am 1. September 1997 selbst zum Leiter der JVA Neumünster bestellt wurde. Im November 2004 wurde Jörg Alisch kurzzeitig die kommissarische Leitung der JVA Lübeck übertragen. Im April 2005 kehrte er wieder nach Neumünster zurück und übernahm erneut die Leitung der Neumünsteraner Anstalt.

In ihrem Grußwort bedankte sich die Justizministerin bei Jörg Alisch: „Mit Ihnen geht einer der profiliertesten deutschen Vollzugsexperten in den Ruhestand, Sie haben wie kaum ein anderer die Vollzugsentwicklung in Schleswig-Holstein und im Bundesgebiet beeinflusst. Seit Beginn Ihrer Arbeit im Justizvollzug haben Sie sich intensiv um die Organisationsentwicklung bemüht und zum Beispiel Sozialpädagogen und Psychologen fest eingebunden. Sie haben sich auch sehr intensiv mit dem Thema Sicherheit beschäftigt. Unter anderem prägten Sie den Begriff der ‚sozialen Sicherheit‘, also den Einfluss, den die Atmosphäre in einer Anstalt sowie die Beziehungen zwischen Gefangenen und Mitarbeitern haben. Die notwendigen Baumaßnahmen in der JVA Neumünster waren für Sie Chefsache und Herzensangelegenheit zugleich“, hieß es.

Die Juristin Yvonne Radetzki übernimmt die Leitung der JVA Neumünster mit Beginn des Jahres 2014. Ihr wünschte die Justizministerin Glück und Erfolg: „Ich bin davon überzeugt, dass Sie diese neue Aufgabe hervorragend ausfüllen werden“, erklärte Anke Spoorendonk. Erfahrung hat die Nachfolgerin auf jeden Fall schon reichlich gesammelt. Die gebürtige Niedersächsin trat ihre erste Stelle bei der Staatsanwaltschaft Verden an. 2004 wechselten Sie in den Schleswig-Holsteinischen Landesdienst. Dort war sie in der JVA Neumünster und der JVA Lübeck tätig. 2005 wurden sie Vollzugsleiterin in Neumünster. Diese Funktion übte sie bis April 2009 aus, ehe sie an die JVA Kiel kam. Als dort der Leiter erkrankte, musste Yvonne Radetzky über eine längere Zeit die Anstalt leiten. Im März 2010 kehrte sie als Vollzugsleiterin und kommissarische Vertreterin des Leiters in die JVA Neumünster zurück. Im Oktober 2011 wurden Sie zur ständigen Vertreterin des Leiters der JVA Neumünster bestellt.

 



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen