Justizvollzugsanstalt will Brandfall aufarbeiten

von
09. März 2015, 14:00 Uhr

Nach dem Feuer in der Justizvollzugsanstalt (JVA) mit 21 Verletzen vom Dienstag (der Courier berichtete) will die Einrichtung den Fall noch einmal aufarbeiten. Das kündigte JVA-Leiterin Yvonne Radetzki jetzt an.

„Insgesamt bin ich mit dem Ablauf und der Zusammenarbeit mit der Feuerwehr sehr zufrieden. Wir werden aber schauen, wo nicht alles rund gelaufen ist und dort nachjustieren“, sagte sie. Das betrifft wohl auch Brandschutzmaßnahmen. Offenbar gab es für die Bediensteten nicht genügend Qualmmasken, nicht alle hatten eine Feuerwehrübung mitgemacht. Gleichzeitig dementierte Yvonne Radetzki Vorwürfe, wonach der 24-jährige Häftling, der in seiner Zelle Mobilar angezündet hatte, seine Selbstmordabsichten zuvor bekanntgegeben habe. „Er war psychisch auffällig und in Behandlung. Das stimmt. Es gab aber keinerlei Anhaltspunkte für einen Selbstmord. Selbst kurz vor dem Feuer bei der Essensausgabe ist der Mann nicht außergewöhnlich in Erscheinung getreten.“

Ihren Angaben zufolge sind alle JVA-Mitarbeiter wieder aus der Klinik entlassen. Über den Zustand des Häftlings gab es gestern keine Informationen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen