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Kommunalwahl : Jungwähler wollten es genau wissen

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Podiumsdiskussion von Jugendverband und Courier zur Kommunalwahl. Mancher junge Wähler entschied sich noch einmal um.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2013 | 09:10 Uhr

Neumünster | Holsten-Galerie? Hotel am Kleinflecken? Entwicklung des Großfleckens? Diese Themen interessierten die gut 40 Jungwähler gestern nur am Rande. Stattdessen fühlten sie während der Podiumsdiskussion, die der Jugendverband gemeinsam mit dem Courier unter dem Motto "Du bist Bestimmer" veranstaltete, den Vertretern der sieben demokratischen Parteien zu ganz anderen Problemen auf den Zahn. Die jungen Leute interessierten sich vielmehr für die Schulformen der Zukunft, Ausgaben für Lernmittel, Hilfe bei der Schülerbeförderung, den Sportentwicklungsplan und was sich dahinter verbirgt oder die Jugendförderung.

Die Parteien hatten sich offenbar sehr gezielt auf ihr junges Publikum eingestellt und überwiegend recht junge Kandidaten in die Diskussion geschickt: Jan Hinrich Köster (CDU) war mit gerade mal 22 Jahren der Jüngste, Stefan Kommoß (FDP) mit 46 Jahren der Älteste der Runde. Außerdem standen Axel Westphal (SPD, 26), Sebastian Fricke (Grüne, 38), Rafael Bülck (Piraten, 27), Florian Kläschen (Die Linke, 28) und Stefan Helmers (Bündnis für Bürger, 41) Rede und Antwort.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Marie Grot heer und Mirko Heidebrecht, zwei 18-jährigen Schüler aus dem 12. Jahrgang der IGS Brachenfeld. Unterstützt wurden sie von Courier-Redaktionsleiter Thorsten Geil. Insbesondere die beiden Jungmoderatoren hatten zeitweilig alle Hände voll zu tun. Denn die Politiker leisteten sich durchaus manchen harten Schlagabtausch à la Ratsdebatte und fielen sich dabei auch gern mal ins Wort. "Bei uns in der Schule ist das so: Wenn einer redet, sind die anderen still", erklärte Moderator Heidebrecht unmissverständlich, als die verbalen Hahnenkämpfe zu chaotisch wurden und lenkte die Debatte wieder in geordnete Bahnen - sehr zum Amusement des jungen Publikums.

Dort kam die lockere "Demokratiewerkstatt" auf jeden Fall gut an. "Das war sehr informativ", lobte Ronja Schröder (17) aus dem 11. Jahrgang der IGS Brachenfeld, die im Politikkursus ihrer Schule von der Veranstaltung gehört hatte. Ihr Mitschüler Tim Schuhmacher hat nach der Diskussion sogar noch einmal seine Meinung geändert. Er wird jetzt sein Kreuz woanders machen.

Am Ende waren sich trotz aller politischen Differenzen auch die Politiker in einem Punkt einig mit einer Botschaft: "Wählt, wen ihr wollt. Aber geht hin und verschenkt eure Stimme nicht an die NPD. "

Die jungen Zuschauer gaben vor und nach der Diskussion ihre Stimme für eine Partei ab. Durch die Debatte haben sich dann durchaus einige Stimmen verschoben:

CDU (vorher 33,3 Prozent, hinterher 17,6 Prozent), SPD (27,3/44,1), Grüne (24,2/23,5), FDP (3,3/5,9), Piraten (3,3/2,9), Linke (0/5,9), BFB (9,1/0).

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