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Klassentreffen : Jungs und Mädels wurden strikt getrennt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beim Klassentreffen von zwölf ehemaligen Eichendorff-Schülerinnen wurden Erinnerungen wach.

Neumünster | Mehr als 50 Jahre hatten sie sich nicht gesehen – umso größer war die Wiedersehensfreude bei den ehemaligen Schülerinnen der Eichendorff-Schule, der heutigen Freiherr-vom-Stein-Schule. Neben zwölf weiteren Frauen waren auch Maria und Heinz Bruhn der Einladung zum Klassentreffen gefolgt.

Maria Bruhn (80) war sechs Jahre lang die Klassenlehrerin der Mädchen. Ihre Schülerinnen verließen die Eichendorff-Schule im September 1966 mit einem Realschulabschluss. Einige von ihnen gingen im Anschluss weiter zur Schule, um das Abitur zu erlangen. Andere lernten Berufe, meist in Büros.

Heinz Bruhn war damals der Freund von Klassenlehrerin Maria und durfte die Mädchen auf den jährlichen Klassenfahrten begleiten. Später heiratete Heinz Bruhn sein „Fräulein Krenz“ – eine Ehe, die bis heute anhält.

„Eigentlich war es üblich, dass die Klassenlehrer alle zwei Jahre wechselten. Aber ich war als junge Lehrerin nach den ersten zwei Jahren sehr betrübt und enttäuscht. So ließ die Schulleitung mir die Klasse. Sechs Jahre bis zu ihrem Abschluss unterrichtete ich sie in Deutsch und Biologie“, erinnerte sich Maria Bruhn und fügte hinzu: „Es gab auch keine Probleme mit den Mädchen. Sie waren sehr folgsam und nett.“ Das bestätigten die anwesenden Damen denn auch lautstark.

Die Wand zwischen der Mädchen- und Jungenschule war bei dem Klassentreffen wieder ein großes Thema. „Physik und Chemie hatten alle Klassen im Mitteltrakt, da kam es natürlich zu Begegnungen mit den Jungen. Aber sonst herrschte da eine strenge Ordnung“, sagte Barbara Unterlehberg.

Das gemeinsame Treffen begann mit einer Besichtigung der heutigen Freiherr-vom-Stein-Schule, die alle beeindruckte, besonders das moderne Schulkonzept, das zu bundesweiten Auszeichnungen geführt hat. Lediglich die alte Turn- und Gymnastikhalle kannten die Ehemaligen noch aus eigener Ansicht. Mit Stadtführerin Heide Winkler verbrachten sie den Nachmittag bei einem Rundgang durch ihre Heimatstadt, um dann in den „Dalmatiner Stuben“ den Tag ausklingen zu lassen.

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