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Elly-Heuss-Knapp-Schule : Junges Forscherduo sichert sich den Landessieg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Robin Hertel und Finn Sombrutzki waren mit ihren Untersuchungen zum Plastikabbau bei „Jugend forscht“ erfolgreich. Die Elly-Heuss-Knapp-Schüler fahren zum Bundesentscheid.

Neumünster | „Wir sind zwar nicht in die Luft gesprungen, doch die Freude sah man uns schon deutlich an.“ So schildert Robin Hertel den Moment, in dem er zusammen mit seinem Mitschüler Finn Sombrutzki als Landessieger bei „Jugend forscht“ ausgerufen wurde. In Kiel konnten sie den Titel im Fachbereich Biologie erringen. „Es ist ein tolles Gefühl, dass sich unsere Arbeit gelohnt hat“, findet Hertel. Durch den Sieg haben sich die beiden Schüler der Elly-Heuss-Knapp-Schule (EHKS) in Neumünster für den Bundeswettbewerb vom 29. Mai bis zum 1. Juni in Künzelsau qualifiziert.

Die Geschichte des jungen Forscherduos begann im Herbst auf einer Berlinfahrt der Schule. Auf dieser hatte Lehrerin Ulrike Duge von „Jugend forscht“ erzählt – und sogleich das Interesse von Hertel und Sombrutzki geweckt. Die beiden Zwölftklässler machen an der EHKS-Außenstelle für Biotechnologie neben dem Abitur auch eine Ausbildung zum Biologisch-Technischen Assistenten - perfekte Voraussetzungen für ihre Forschungen also. „Es ist genial, dass man hier das theoretisch Gelernte auch gleich anwenden kann“, sagt der 18-jährige Sombrutzki. Als Thema hätten sie Plastik gewählt, „weil es gewaltige Schäden in der Umwelt, vor allem im Meer anrichtet“, erläutert der 19-jährige Hertel. Der Mühbrooker ist seit Jahren vom Meer fasziniert, insbesondere vom Unerforschten darin.

Seit Herbst verbringen die beiden zweimal in der Woche einige Stunden nach der Schule im Labor. Das Forschen mache ihnen Spaß – doch gehe es hierbei laut Hertel auch um mehr: „Es reizt, dass man vielleicht etwas für die Umwelt bewirken kann.“ Ihre Methode zur Überprüfung, ob Mikroorganismen Plastik abbauen können, erläutert Hertel wie folgt: „In Fermenter genannten Behältern wird Meerwasser mit Plastik und dem Bakterium A. borkumensis durchmischt.“ Von diesem Bakterium erhoffen sie sich, dass es Plastik abbauen kann. Dies überprüfen sie dann unter dem Mikroskop. „Es gibt viele Indizien, die für einen Abbau sprechen, aber noch keinen direkten Nachweis“, sagt der Bad Bramstedter Sombrutzki.

Auf den Bundesentscheid freuen sich die beiden. „Bereits die Teilnahme ist klasse“, sagt Finn. Aber natürlich würden sie von einem erfolgreichen Abschneiden träumen, gesteht Robin. Durch ihr Projekt ist Mikrobiologie für sie zu einem Hobby geworden. Auch nach dem Bundesentscheid wollen sie als Duo weiterforschen „Wir sind ein gutes Team“, sagt Hertel.
 

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