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Trakehner Hengstmarkt Neumünster : „Junge Wilde“ waren im Springfieber

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

2000 Besucher des Trakehner Hengstmarktes verfolgten gestern gespannt das Freispringen der jungen Hengste / Heute ist die Körung

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2017 | 09:00 Uhr

Neumünster | Die Spannung steigt: Bereits gestern verfolgten rund 2000 internationale Besucher mit großem Interesse das Freispringen der „jungen Wilden“ im Parcours der Holstenhallen. Dabei war beim Anblick der temperamentvollen Trakehner-Junghengste aus den Reihen der Kenner kritisches Raunen, aber vor allem bei besonders guten Sprüngen anerkennender Applaus zu vernehmen.

Auf großes Publikumsinteresse stieß ebenfalls die Präsentation der Reitpferde sowie der Zuchtstuten und Auktionsfohlen. Bei Letzteren erwartet die Besucher bei der Auktion am Sonntagnachmittag eine Deutschlandpremiere. Denn zum ersten Mal wird ein ungeborenes Fohlen versteigert. „Es ist ein Wagnis. Dennoch hat sich der Verband dazu entschlossen, einen Embryo in die Auktion zu geben. Bekannt ist dies bei uns aus der Rinderzucht. Aber in den Niederlanden und Belgien ist es auch bei Pferden schon keine Seltenheit mehr. Und in zehn Jahren wird das häufig vorkommen“, erklärte Zuchtleiter Lars Gehrmann.

Ausgetragen wird der Nachwuchs aus dem Hengst „Freiherr von Stein“ und der Stute „Zikade“ (Siegerin im Bundeschampionat) allerdings von einer Leihmutter. „Auch das ist nicht ungewöhnlich, da die Mutter erfolgreich im Sport geht und man keine Unterbrechung wollte“, führte Lars Gehrmann weiter aus.

Der Höhepunkt des Trakehner Hengstmarktes neben der Prämierung des Siegers am Sonntagmorgen steht allerdings heute an. Denn um 13 Uhr wird die Körkommission verkünden, welche der 33 Anwärter zukünftig für die Zucht zugelassen werden. Einen eindeutigen Favoriten gab es gestern noch nicht. Aber immer wieder gemunkelt wurde über die guten Leistungen von Dezember (von Imperio) aus dem Besitz von Hubertus Poll aus Gilten. Gelobt wurde auch die Leistung von Schneetänzer (von Millennium) vom Gestüt Tasdorf. „Der Hengst von Petra Wilm wird auf jeden Fall gekört. Aber Siegerhengst wird er nicht“, war sich Heinrich Leimbach (67) aus Aurich sicher.

Heute folgt ab 8.30 Uhr das Freilaufen des jungen Trakehner-Nachwuchses. Beurteilt wird dabei der korrekte Gang des Pferdes. Mit dieser Prüfung vervollständigt sich dann das Bild, das der Hengst bei der Kommission hinterlässt. Anschließend (ab 17 Uhr) beginnt die Auktion der Reitpferde und nicht gekörten Hengste. Und heute Abend dürfen sich die Gäste auf den großen Galaabend freuen, bei dem zahlreiche Pferde und Reiter zeigen werden, wie sie sich gekonnt in Szene setzen.

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