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Hengstmarkt in Neumünster : Junge Trakehner sind kraftvoll und bewegungsstark

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Auftakt zum Trakehner Hengstmarkt: 33 Jungtiere präsentieren sich bei der Pflastermusterung. Die Veranstalter erwarten 20.000 Besucher.

Neumünster | Herbstliches Kaiserwetter begleitete gestern den ersten Auftritt der „Prinzen“, sprich der Junghengste, des Trakehner Verbandes im Außengelände der Holstenhallen. Gespannte Erwartung war dabei jedoch nicht nur bei den Pferden, sondern ebenso in den Besucherreihen zu spüren, die sich dort zum Auftakt des 55. Trakehner Hengstmarktes rund um das Dreieck versammelt hatten.

Hier präsentierten sich – nach einem Ausfall – letztlich 33 zugelassene Junghengste erstmals den rund 1  000 Zuschauern bei der sogenannten Pflastermusterung auf dem Dreieck. Dabei wurde die Riege zunächst auf Asphalt und anschließend noch einmal auf Sand vorgeführt.

Der nach strengen Kriterien von der Körkommission ausgewählte Nachwuchs zeigte sich dabei in guter Form. Und bei dem einen oder anderen Hengst war schon bei seinem ersten Auftritt anerkennendes Raunen unter den fachkundigen Besuchern zu hören. Fleißig wurden hier Startnummern und Merkmale notiert, und so mancher rechnete sich wohl auch schon seine Chancen für die große Auktion am Sonntag aus. „Wir haben im Vorfeld insgesamt 112 Hengste gesehen. Der Jahrgang ist bewegungsstark und kraftvoll. Deshalb sehen wir den Prüfungen jetzt erwartungsvoll entgegen. Denn in den wenigen Wochen, die zwischen der Begutachtungsreise und der Körung liegen, macht mancher Hengst noch einen enormen Entwicklungssprung“, erklärte Zuchtleiter Lars Gehrmann im Vorfeld zur ersten Aufgabe der „jungen Wilden“.

Für viele der aus aller Welt angereisten Pferdezüchter und -liebhaber ist der Trakehner Hengstmarkt in Neumünster ein fester Jahrestermin. Dies gilt auch für Bettina Pietsch (48) aus Bad Pyrmont (Niedersachsen), die sogar nach der „Trakehnerzeit“ rechnet. „Ich freue mich nach der Veranstaltung immer schon auf das nächste Jahr. Denn ich rechne nicht von Weihnachten bis Ostern, sondern von Hengstmarkt zu Hengstmarkt“, berichtete die aktive Reiterin schmunzelnd.

Neben Gästen aus Deutschland hat der Markt immer auch zahlreiche Besucher aus dem Ausland. „Es kommen Züchter und Händler aus den USA und Dänemark. Aber auch Gäste aus Russland, Finnland und der Schweiz sind darunter“, berichtete Gehrmann. „Insgesamt erwarten wir in den kommenden Tagen um die 20.000 Besucher“, sagt der Fachmann.

Nach den Interessen der Züchter und Händler befragt, erklärte der Zuchtleiter: „Die Erwartungen sind hoch. Gefragt sind gute, qualitätsvolle Reitpferde. Mittlerweile hat auch der Tierarzt einen großen Einfluss auf den Verkauf der Tiere.“

Noch bis Sonntagnachmittag bietet der Hengstmarkt ein attraktives Programm, zu dessen Höhepunkten traditionell das heute stattfindende Freispringen der Hengste gehört.

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