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Preisträgerkonzert : Junge Talente brillierten im Saldern-Haus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ausnahmemusiker bewiesen ihr Können beim Preisträgerkonzert des Jugendmusikwettbewerbs.

shz.de von
erstellt am 24.Nov.2014 | 12:00 Uhr

Neumünster | „Ein wunderbarer Jahrgang“, meinte Andreas Dreibrodt. Was den Leiter der Musikbibliothek ins Schwärmen brachte, war nicht etwa der Genuss eines erlesenen Weines, vielmehr hatte Dreibrodt gerade das Preisträgerkonzert des 31. Jugendmusikwettbewerbs der Stadt gehört. 70 Besucher waren am Freitagabend ins Casper-von-Saldern-Haus gekommen, um dem Können der neun jungen Musiker zu lauschen, die die Fachjury beim Musikwettbewerb am vorletzten Wochenende besonders begeistert hatten (der Courier berichtete).

Die Bandbreite des klassischen Repertoires war enorm. Drei zeitgenössische Walzer, komponiert von Pierre Leriche und fehlerfrei dargeboten vom jungen Gitarristen Felix Tank, standen ebenso auf dem Programm wie die romantische „Polonaise in A-Dur“ von Frédéric Chopin, technisch bravourös gespielt von David Li am Klavier, und die barocke „Musette“ von Bach. Mit ihr brillierte Lars Leander Heidrich, der das erste Mal am Jugendmusikwettbewerb teilnahm und laut Moderator Stefan Back „ein echter Zugewinn für die junge Neumünsteraner Musikszene“ sei. Gleiches attestierte der Leiter der Musikschule dem Pianisten Cosmo Simon. Der Elfjährige begeisterte das Publikum mit Kompositionen seines Lehrers Arnold Nevolovitsch.

Die jungen Musikerinnen standen ihren männlichen Mitbewerbern in nichts nach. Angefangen bei der neunjährigen Violinistin Lena Cheng, die sich mit zwei Sätzen aus dem „Konzert G-Dur“ von Ferdinand Küchler einen ersten Preis erspielt hatte, gefolgt von der Klarinettistin Olivia Wuttke. Ihr Beitrag: drei Sätze aus der „Chalumeau-Sonatine“ von Paul Harris. Begleitet von Lena Lell am Klavier beeindruckte die junge Künstlerin mit gekonnten Einsätzen. „Es ist wirklich toll, mit welcher Präzision bereits die Jüngsten ihr Instrument beherrschen“, sagte Lell.

Die Pianistin muss es wissen. Schließlich arbeitet die studierte Pädagogin und Korepitatorin seit knapp 20 Jahren als Klavierdozentin, 10 davon an der Musikschule in Neumünster. Auch Saxophonistin Johanna Schwarz wurde am Freitagabend von Lena Lell begleitet. „Johanna ist ein wirklich großes Talent“, bescheinigte ihr die Pianistin.

Gleiches kann man von Lotta Hansen behaupten. Erst vor knapp drei Jahren hat die Zehnjährige die Querflöte für sich entdeckt – „nebenbei“ spielt Lotta virtuos Klavier – und beeindruckte das Publikum bereits mit dem „Danse de la chèvre“ von Arthur Honegger. Hier konnte Lotta Hansen sämtliche Eigenheiten der Flöte, die unterschiedliche Artikulation, die Triller und die chromatischen Passagen wunderbar zur Geltung bringen.

Und damit das Preisträgerkonzert laut Stefan Back „eine runde musikalische Stunde“ wurde, bat er zum Abschluss Samantha Tetzlaff auf die Bühne. Mit glockenheller Stimme sang die junge Sopranistin dann zwei spätromantische Stücke von Engelbert Humperdinck.


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