zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

17. Dezember 2017 | 02:18 Uhr

Wettbewerb : Junge Musiker bewiesen hohes Niveau

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bereits zum 31. Mal in Folge fördert der Verein zur Förderung der Kunst junge Musiktalente der Stadt in einem hochwertigen Wettbewerb

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2014 | 06:30 Uhr

Neumünster | Die Zahl der Teilnehmer ist rückläufig. Die Qualität der Darbietungen nicht. Am Sonnabend präsentierten knapp 40 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 7 und 20 Jahren ihr musikalisches Können beim Jugendmusikwettbewerb der Stadt Neumünster im Caspar-von-Saldern-Haus. 1984 vom Verein zur Förderung der Kunst ins Leben gerufen, gab der Wettbewerb jungen Musikern nun bereits zum 31. Mal die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten vor fachkundiger Jury aus Musikpädagogen und Orchestermusikern zu zeigen.

„Das musikalische Niveau ist über die Jahre ungebrochen hoch geblieben, aber wie andere Vereine und Institutionen auch, müssen wir uns mit den veränderten Freizeitbedingungen von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen“, meinte Stefan Back, Leiter der Musikschule. Bei immer länger werdenden Schultagen sei es nicht leicht, das Interesse für klassische Musik über das Kindesalter hinaus zu wahren, sagte Back. Ein Blick auf die Teilnehmerliste schien ihm Recht zu geben. Zwei Drittel der kleinen Künstler waren jünger als zehn.

Mit ihren vierzehn Jahren gehörte Johanna Schwarz bereits zur Altersgruppe 3. Die Freude am Saxofon-Spiel habe bei seiner Tochter nie nachgelassen, erzählte ihr Vater. „Seit Johanna vor fünf Jahren anfing Saxofon zu spielen, hat sie immer mit sehr großem Eifer geübt“, freute sich Nicolas Schwarz. So groß sei ihre Leidenschaft für das Instrument, dass sie bereits ihre kleine Schwester angesteckt habe. „Auch Laila möchte unbedingt Saxofon spielen“, berichtete der Einfelder. Mit ihren 8 Jahren sei sie allerdings noch zu klein, riet Johannas Lehrer Alexander Lell. Der Musikpädagoge von der Jugendmusikschule und Lailas Eltern haben deshalb beschlossen, dass Laila erst einmal auf ihrer Klarinette weiterspielen soll. Für das vergleichsweise schnell zu lernende Holzblasinstrument hat sich auch Olivia Wuttke entschieden. Während ihres Vorspiels am Sonnabend begeisterte die Neunjährige das Publikum im vollbesetzten Saal des Caspar-von-Saldern-Hauses mit drei Sätzen aus Paul Harris‘ Chalumeau-Sonatine.

Etwas länger als eine Stunde dauerten die Darbietungen der insgesamt sechs jungen Blasinstrumentalisten. Danach zog sich die vierköpfige Jury zur Beratung zurück. Gleiches galt für die Gruppen der Pianisten, der Violinisten, der Gitarristen und der Sänger: Jeweils eine Stunde öffentliches Vorspiel, dann die halbstündige Jury-Sitzung hinter verschlossenen Türen. Um 17.30 Uhr endete die Veranstaltung am Sonnabend, und nun hieß es abwarten für die jungen Künstler. Denn die Preisverleihung fand erst gestern statt.

Pünktlich um 17 Uhr trat Stefan Back vor die aufgeregten kleinen Musiker. „Ihr ward alle großartig und deshalb bekommt ihr alle einen Preis. Für ein angemessenes Feedback haben wir dritte, zweite und erste Preise vergeben. Diejenigen, die die Jury besonders begeistert haben, bekommen heute einen ersten Preis mit Auszeichnung“, verkündete Back. Am nächsten Sonnabend, 22. November wird es um 19 Uhr ein Preisträgerkonzert im Saldern-Haus geben. Zu den Mitwirkenden zählen dann Lotta Hansen, Lars-Leander Heidrich, Jaqueline und Geraldine Galka sowie Johanna Schwarz als die Preisträger mit Auszeichnung in diesem Jahr. Außerdem vergaben Manfred Fellmann und Gisbert von Bodelschwingh vom Lions-Club den Feddern-Preis zur Fördernung junger Musiker an Jaqueline Galka, Geraldine Galka, Jonah Ben Petersen, Felix Tank, Annabelle Bülck.





zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen