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Erinnerung : Junge Begleiter erklären die Anne-Frank-Ausstellung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Eine bewegende Dokumentation in der Anscharkirche ist noch bis 30. November zu sehen.

Neumünster | Ihre Geschichte bewegt bis heute die Welt, jetzt ist das Schicksal des von den Nazis ermordeten jüdischen Mädchens Anne Frank auch in Neumünster wieder nachzuspüren: „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ nennt sich die Wanderausstellung, die noch bis zum 30. November in der Anscharkirche gezeigt wird. Am Donnerstag wurde sie eröffnet.

Das Besondere an dieser auf junge Menschen zugeschnittenen Ausstellung ist, dass Jugendliche als Ausstellungsbegleiter jugendliche Besucher führen. „Ich bin froh, dass wir viele Jugendliche erreichen werden“, betonte Kulturdezernent Günter Humpe-Waßmuth. Über 1000 Schüler sind bereits als Besucher angemeldet, die von den rund 30 „Peer Guides“ durch die Wanderausstellung geführt werden. „Wir haben ein zweitägiges Seminar absolviert und uns sowohl mit der Thematik intensiv beschäftigt als auch mit den Methoden der Vermittlung“, erzählte Doreen Petersen (17) von der Gesamtschule Brachenfeld. Warum sie bei dem Projekt mitmachen, erklärt ihre Schulkollegin Jasmin Westphal (16): „Man hat ja auch eine Vorbildfunktion. Und unsere Geschichte gehört zur Allgemeinbildung.“

Im historischen Teil der Ausstellung, der sich im Altarraum der Kirche befindet, gibt es neben großen Bildwänden aus der Zeit von Anne Franks Kindheit, zu ihrem Versteck in Amsterdam und den letzten Monaten im Lager Bergen-Belsen auch Filmmaterial. So ist zum Beispiel die einzig vorhandene Filmaufnahme des jungen Mädchens zu sehen.

„Wir begegnen hier einer sehr menschlichen, sehr persönlichen Lebensspur“, bewertete Propst Stefan Block die berührende Ausstellung.

Die Aktualität der Ausstellung wird in der Taufkapelle verdeutlicht: Das im Alltag präsente Thema der Diskriminierung wird anschaulich und verständlich erörtert und der Leser direkt angesprochen. Dirk Necker, der zu den ersten Besuchern gehörte, findet die Ausstellung „hochinteressant. Sehr gelungen finde ich das Verfahren, Aktuelles mit Zitaten des Tagebuchs zu koppeln. Es ist wichtig, dass es das gibt und dass viele kommen.“

Die Ausstellung ist in der Anscharkirche, Am alten Kirchhof, aufgebaut und kann dort von 8 Uhr bis 17 Uhr besucht werden.

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erstellt am 08.Nov.2014 | 09:00 Uhr

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