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Holsteinischer Courier

18. Dezember 2017 | 02:31 Uhr

Azubi-Projekt : Junge Banker kommen sehr gut an

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Freitag enden zwei Wochen Azubi-Filiale bei der Sparkasse am Großflecken. Die acht Auszubildenden erhielten bisher nur Lob.

shz.de von
erstellt am 26.Jul.2017 | 08:15 Uhr

Neumünster | Die Umfrage-Bögen der Kunden geben ein eindeutiges Stimmungsbild: „Sehr nette junge Leute“, ist darauf zu lesen oder: „Kompetente Beratung. Das ist die Bank-Zukunft.“ Am Freitag endet das zweiwöchige Projekt Azubi-Filiale der Sparkasse Südholstein am Großflecken. Die acht Auszubildenden, die derzeit das Geschäft komplett in Eigenregie betreiben (der Courier berichtete), zogen gestern aber schon mal eine positive (Zwischen-)Bilanz.

Vor allem junge Leute wollten die besonders engagierten 18- bis 22-Jährigen Nachwuchs-Banker, die Ende des Jahres ihre Abschlussprüfung ablegen, ansprechen. Und das klappte nicht nur durch die verteilten Brausebonbons: „Es waren einige Kunden dabei, die zum ersten Mal ein Bankgespräch hatten und sich etwa über das Gehaltskonto informierten“, erklärt Mario König (20), der stellvertretende Filialleiter. „Ich musste schon aufpassen, dass ich immer beim ‚Sie‘ geblieben bin, weil es doch etwas Anderes ist, quasi mit Gleichaltrigen zu sprechen. Man ist schnell auf einer Wellenlänge“, ergänzt Yannik Möller (20).

Für Kim Skibbe (20) steht fest, dass das Team aus den unterschiedlichen Filialen des Geschäftsgebiets von Uetersen bis Trappenkamp und von Norderstedt bis Neumünster schnell zusammengewachsen ist. „Wir verstehen uns mittlerweile fast ohne Worte“, sagt der Filialchef auf Zeit. Jeden Morgen gibt es eine kurze Dienstbesprechung in seinem Büro, am Abend wird eine „Manöverkritik“ des Tages abgehalten.

Ältere und konservative Kunden hätten zwar zunächst skeptisch geschaut, seien dann aber ebenfalls schnell begeistert gewesen, erklärt Katharina Hartmann: „Die fragten schon, wo denn ihr Bankberater sei. Aber als wir ihnen die Azubi-Filiale erklärt haben, fanden die das auch gut.“ Kim Skibbe ist sich sicher: „Wir könnten diese Filiale zu acht auch ganz alleine führen.“ Auf die Hilfe des „tatsächlichen“ Filialdirektors Oliver Raksch, der im Hintergrund als Entscheider bei strittigen Fällen zur Seite steht, habe seine Crew bisher nur in wenigen Einzelfällen zurückgreifen müssen. Selbst wichtige Dokumente dürfen die Junior-Mitarbeiter eigenständig und rechtsgültig unterschreiben.

Im kommenden Jahr soll es die vierte Auflage des Azubi-Projekts geben – dann nach Wahlstedt, Schenefeld und Neumünster an einem anderen im Geschäftsgebiet. „Die Auszubildenden sind ganz begeistert und arbeiten darauf hin, mitmachen zu dürfen“, sagt Kim Skibbe lächelnd.

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