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Verkehrssicherheitstag : Junge Autofahrer werden auf Gefahren hingewiesen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Drei Tage lang dreht sich alles um die Sicherheit im Straßenverkehr. Insbesondere junge Fahrer sind angesprochen.

Neumünster | Es sind insbesondere die jungen Fahranfänger, die sich und auch andere Verkehrsteilnehmer häufig im Straßenverkehr gefährden. Deshalb veranstaltet die Walther-Lehmkuhl-Schule zurzeit die dreitägige „Aktion junge Fahrer“.

„Wir wollen den Jugendlichen zeigen, wie sie sich im Straßenverkehr sicher verhalten“, erklärte Marlies Kozielski-Nuske, Fachbereichsleiterin der Berufsvorbereitung. Gemeinsam mit der Polizeidirektion Neumünster und der Kreisverkehrswacht hat die Schule seit gestern verschiedene Aktionsstände vorbereitet, an denen insbesondere die 17- bis 24-Jährigen für die Gefahren auf der Straße sensibilisiert werden sollen.

Gerade das Fahren nach Alkoholgenuss wird von vielen jungen Menschen bagatellisiert, daher konnten sich die Schüler während des Aktionstags in einen Simulationswagen setzen und nüchtern empfinden, wie sich die Fahrweise mit Alkohol im Blut verändert. „Alles war schwerer einzuschätzen, die Lenkung funktionierte verspätet, und meine gesamte Wahrnehmung hatte sich verschoben“, berichtete etwa Julian Kohn (23). Als er die dreiminütige Testfahrt in einer Ortschaft mit simulierten 0,8 Promille beendete, hatte er bereits einen Unfall verursacht, eine Vorfahrt missachtet und war zu schnell gefahren. „Das hätte in der Realität Entzug der Fahrerlaubnis, eine Geldstrafe und Punkte in Flensburg bedeutet“, so Rainer Röper, Referent vom Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr.

„Für Fahranfänger in der Probezeit sind 0,0 Promille vorgeschrieben, das Alter spielt dabei keine Rolle. Nüchtern müssen auch Fahrer sein, die unter 21 Jahren sind“, klärte an anderer Stelle Marco Rose auf. Er ist Präventionsbeauftragter des 2. Polizeireviers und zeigte den Schülern drastische Bilder von Unfällen.

Wie sehr die Selbsteinschätzung unter Alkohol täuscht, erfuhren Marcel Lackner, Tobias Kann und Alexander Witt (alle 17), als sie mit der „Promille-Brille“ auf den Augen einen Parcours abschritten. Einer Linie gerade zu folgen und dabei Gegenstände aufzuheben, fiel den taumelnden Schülern schwer. „Ich habe die Linie doppelt gesehen und immer neben die Sachen gegriffen“, berichtete Tobias Kann.

Bei vielen Fahranfängern kam der erste Tag der Aktion gestern gut an : „Ich habe keine Lust, mit 21 Jahren im Krankenhaus zu landen und zuvor vielleicht einen Menschen in den Tod gerissen zu haben“, meinte Tobias Kann.

>Wer sich über die Gefahren im Straßenverkehr noch informieren möchte, hat dazu heute und morgen von 8 bis 16 Uhr an der Walther-Lehmkuhl-Schule (WLS), Roonstraße 90, noch die Gelegenheit.

 

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