„Deckel gegen Polio“ : Jugendrotkreuz sammelt Deckel gegen Kinderlähmung

Sie schraubten Deckel ab, was das Zeug hielt: Florian (von rechts), Sarah-Sophie, Anna, Celina und Tobi vom Jugendrotkreuz mit Kreisjugendleiterin Jenny van Ewig.
Foto:
Sie schraubten Deckel ab, was das Zeug hielt: Florian (von rechts), Sarah-Sophie, Anna, Celina und Tobi vom Jugendrotkreuz mit Kreisjugendleiterin Jenny van Ewig.

Mit dem Erlös von 500 Deckeln kann eine Polio-Impfung finanziert werden.

von
15. Juli 2015, 11:00 Uhr

Neumünster | Die Jungen und Mädchen vom Jugendrotkreuz hoffen in diesem Jahr auf einen heißen Sommer. Denn je mehr in den kommenden Wochen getrunken wird, desto größer ist die Chance, dass ihre Aktion ein Erfolg wird. Das Jugendrotkreuz beteiligt sich an der Aktion „Deckel gegen Polio“ des Serviceclubs Rotary International, der sich weltweit für die Ausrottung der Kinderlähmung einsetzt. Ziel der Initiative ist es, die Deckel von Ein- oder Mehrwegflaschen zu sammeln, die dann verkauft werden. Mit dem Erlös von 500 Deckeln kann eine Polio-Impfung in Ländern wie Pakistan, Nigeria und Afghanistan finanziert werden.

Gestern traf sich eine Gruppe des Jugendrotkreuzes auf dem Gelände des Getränkemarktes am Wasserturm. Inhaber Labinot Mehmeti hatte den Kindern zehn Paletten mit leeren Flaschen zur Verfügung gestellt, an denen die Jungen und Mädchen fleißig Deckel abschrauben durften. „Wir haben am Dienstag auch schon zehn Paletten vom Getränkemarkt bekommen – das ergab rund 9100 Deckel“, sagt Kreisjugendleiterin Jenny van Ewig. Die Plastikdeckel werden nach den Ferien zunächst in Bordesholm gelagert und dann an Recyclinghöfe verkauft, die die Deckel einschmelzen und den Rohstoff verwerten.

Schirmherr der Aktion ist Oberbürgermeister und Rotarier Dr. Olaf Tauras, der darauf hofft, dass die Aktion in der Stadt auf große Resonanz stößt: „Die Rotarier haben es sich seit vielen Jahren zur Aufgabe gemacht, Polio auszurotten. Das ist auch fast gelungen, aber es ist wichtig, dass man jetzt nicht aufhört. Das Projekt ist eine tolle Idee, weil die Menschen dadurch etwas über die Krankheit erfahren und sich aktiv beteiligen können.“

Wie viele Deckel die Mitglieder des Jugendrotkreuzes sammeln wollen, haben sie im Vorwege nicht festgelegt. Klar ist nur: Es soll eine beachtliche Zahl werden. Geplant ist zunächst, während der gesamten Sommerferien zu sammeln. Eine Verlängerung ist allerdings nicht ausgeschlossen.

Die Mädchen und Jungen hoffen bei ihren Anstrengungen auf rege Beteiligung. Erste Kontakte wurde bereits zu den Freiwilligen Feuerwehren und Schulen der Stadt aufgenommen. Aber auch Privatpersonen sind aufgerufen, ihre Deckel (keine Metalldeckel) an den eingerichteten Sammelstellen abzugeben. „Sammelboxen stehen in der DRK-Geschäftsstelle an der Schützenstraße, beim Getränkemarkt am Wasserturm, an der Immanuel-Kant-Schule, Mozartstraße 36, sowie bei den DRK–Kindertagesstätten Nepomuk, Nelkenstraße 32, und Mäusenest, Hauptstraße 44.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen