Jugendliche sanieren die Werkhalle

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06. Juni 2014, 11:32 Uhr

Das marode Museumsdepot Werkhalle an der Klosterstraße soll ab 1. September von 16 bis 20 schwer in den Arbeitsmarkt integrierbaren Jugendlichen saniert werden. Die Ratsversammlung votierte am Dienstagabend einstimmig für das gemeinsame Beschäftigungsprojekt mit dem Jobcenter und dem Ausbildungsverbund Neumünster (AVN).

„Das ist eine tolle Sache, weil schwer zu vermittelnde Jugendliche fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden und gleichzeitig die Werkhalle instandgesetzt wird“, sagte Volker Andresen (SPD). Er wünschte sich mehr Projekte dieser Art. Ähnlich äußerten sich CDU-Ratsfrau Britta Einfeldt und Esther Hartmann (BFB).

Langzeitarbeitslose und Jugendliche ohne Schul- und Berufsabschluss sollen in einer sogenannten Produktionsschule mithelfen, die Werkhalle zu sanieren und die vom Zerfall bedrohten Maschinen und gebunkerten Exponate des Museums Tuch + Technik am Kleinflecken zu retten. Träger der Produktionsschule ist der AVN.

Finanziert wird das Modell von der Stadt, dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit. Die Materialkosten von gut 70 000 Euro trägt die Stadt allein, an den Schulkosten beteiligt sie sich mit rund 26 900 Euro pro Jahr. Zur Deckung der Ausgaben werden nicht verwendete Mittel aus dem Teilhabe- und Bildungspaket 2011 sowie Minderausgaben bei der Abwasserbeseitigung herangezogen. Das Projekt ist bis 2016 befristet.

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