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Projekt des Jobcenters : Jugendliche restaurieren die Werkhalle

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das marode Gebäude an der Klosterstraße soll in neuem Glanz erstrahlen. Die Arbeiten werden arbeitslose junge Menschen übernehmen.

Neumünster | Kaputte Scheiben, undichte Decken und bröckelnder Putz: Die Werkhalle an der Klosterstraße ist sichtbar in die Jahre gekommen. Um den Charakter der ehemaligen Lehrwerkstatt der Textilfachschule zu erhalten, soll das Gebäude komplett auf Vordermann gebracht werden. Das Jobcenter an der Friedrichstraße hat dazu die „Produktionsschule Werkhalle“ ins Leben gerufen, in der zwölf Teilnehmer das alte Gebäude ab Januar 2015 renovieren und die darin gelagerten Maschinen und Exponate des Museums Tuch + Technik restaurieren werden.

Das Projekt ist ein Förderprogramm für junge Menschen, die in der Arbeitswelt bislang nicht Fuß fassen konnten. „Wir haben gemerkt, dass uns am Übergang zwischen Schule und Beruf viele junge Menschen verloren gehen. Mit diesem Projekt können wir sie an das Berufsleben heranführen“, sagt Peter Baade, der Leiter des Jugendteams im Jobcenter.

Träger der Produktionsschule ist der Ausbildungsverbund Neumünster (AVN). „Unser Ziel ist es, den Teilnehmern die Voraussetzungen für bessere berufliche Perspektiven zu schaffen. Das Schöne an der Aufgabe ist, dass die Jugendlichen am Ende des Tages sehen, was sie auf die Beine gestellt haben“, sagt Geschäftsführer Reinhard Arens.

Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth ist froh, dass das Projekt im zweiten Anlauf zustande gekommen ist. „Ursprünglich war angedacht, das Ganze über ein Landesprogramm abzuwickeln, doch die Finanzierung wurde abgelehnt. Umso erfreulicher ist es, dass nun doch noch ein Weg gefunden wurde. Ein Museum ohne Depot funktioniert einfach nicht. Zudem ist die Werkhalle ein wichtiger Veranstaltungsort, der erhalten bleiben muss“, betont er.

Die Kosten für den Besuch der Produktionsschule (12 000 Euro monatlich) werden durch das Jobcenter aus Mitteln der Integrationshilfen finanziert. Die Stadt steuert für die Laufzeit von zwei Jahren 73 000 Euro für Material- und Sachkosten dazu.

Für Karin Ruhmöller, stellvertretende Museumsdirektorin, ist das Projekt ein Segen: „Das Depot ist das Herz eines Museums, ohne kann es nicht existieren. Wir haben die Aufgabe, unsere Sammlungen für die Nachwelt aufzubewahren. Dafür sind bestimmte Voraussetzungen nötig. Aus eigenen Mitteln hätten wir uns diese Arbeiten nicht leisten können.“ „Nachbar“ auf dieser Seite

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erstellt am 22.Nov.2014 | 17:00 Uhr

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