Im Regionalzug von Kiel : Jugendliche gaben sich als Kontrolleure aus

In einem Regionalzug gaben sie die Jugendlichen als Kontrolleure aus.
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In einem Regionalzug gaben sie die Jugendlichen als Kontrolleure aus.

Drei 15- bis 17-Jährige überprüften Fahrscheine, bis sie an einen Bahn-Mitarbeiter gerieten. Nun müssen sie sich wegen Betrugs verantworten.

shz.de von
18. August 2016, 08:00 Uhr

Neumünster | Da gerieten sie an den falschen Mann: Drei Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren sind in einer Regionalbahn zwischen Kiel und Neumünster dabei ertappt worden, als sie frech die Fahrscheine der Reisenden kontrollieren wollten. Offenbar wollten sie Strafgelder kassieren von Fahrgästen, die ohne Fahrkarte unterwegs waren. Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn stellte das Trio kurz vor der Einfahrt in den Neumünsteraner Bahnhof.

Der Mitarbeiter war zuvor ebenfalls von den vermeintlichen Fahrkartenprüfern angesprochen worden: „Den Fahrausweis, bitte!“ Als sie bemerkten, wen sie da kontrollieren wollten, ließen sie von ihrem Vorhaben aber ab.

„Auf dem Bahnsteig in Neumünster warteten schon die zwischenzeitlich verständigten Beamten der Bundespolizei und nahmen die drei ,Experten‘ in Empfang“, teilte die Bundespolizei gestern mit.

Nach einer Befragung gaben die drei Jugendlichen alles zu. Sie wurden wegen Betruges angezeigt und müssen nun mit einem Strafverfahren rechnen.

Die Deutsche Bahn und die Bundespolizei raten in solchen Fällen, sich den Ausweis der Fahrkartenprüfer vorlegen zu lassen. Wer beim Schwarzfahren erwischt wird, bekommt außerdem immer eine schriftliche Zahlungsaufforderung und sollte nicht bar zahlen. Bei Unstimmigkeiten sollte die Polizei zur Hilfe gerufen werden.

Da unbekannt ist, wie oft und wo diese Betrugsmasche bereits Erfolg hatte, bittet die Bundespolizei um Hinweise von eventuell Betroffenen unter der kostenfreien Nummer 0800 / 68  880  00.

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