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Jugendhilfeausschuss soll Jugendparlament anschieben

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kinder und Jugendliche sollen bei politischen Entscheidungen, die sie unmittelbar betreffen, künftig wieder stärker eingebunden werden. Darüber sind sich die Ratsparteien weitgehend einig. Im Auftrag des Rates soll am kommenden Dienstag, 9. Februar, jetzt zunächst der Jugendhilfeausschuss darüber beraten, wie diese Beteiligung in der Praxis aussehen könnte.

Während vor allem Jugendorganisationen darauf pochen, in Neumünster ein Jugendparlament zu installieren, wie es in vielen anderen Kommunen bereits existiert, mahnen Skeptiker, zunächst abzuklopfen, wie eine möglichst breite Beteiligung der Betroffenen gewährleistet werden kann. „Mir ist noch nicht noch ganz klar, wie Sie auch nur eine halbwegs repräsentative Auswahl von Jugendvertretern treffen wollen“, kommentierte etwa Ratsherr Reinhard Ruge (FDP) einen entsprechenden Vorstoß der SPD in der Dezember-Ratsversammlung. Der SPD-Antrag sieht unter anderem vor, der Jugendvertretung in allen städtischen Ausschüssen ein Antrags- und Rederecht einzuräumen. Der Ratsversammlung ging das zu schnell, sie überwies das Thema zur weiteren Aufarbeitung in den Jugendhilfeausschuss.

Auch die SPD ist bei diesem Thema ein Getriebener der eigenen Jugendorganisation. Die Jusos hatten die Debatte um die Zukunft des Kinderferiendorfes im Stadtwald zum Anlass genommen, die Beteiligung Jugendlicher an städtischen Entscheidungen einzufordern, und hatten in dem Zusammenhang auch die eigenen Ratsvertreter heftig kritisiert. Tatsächlich hatte sich keine Fraktion vorab die Mühe gemacht, die Meinung „der Jugend“ zum Kinderferiendorf einzuholen.

Eltern von Kita-Kindern dürften mit Spannung verfolgen, welche Antworten die Stadt im Jugendhilfeausschuss auf die Anfrage der Kreiselternvertretung zur personellen Ausstattung der Kitas findet. Nach Einschätzung der Eltern kommt es in vielen Kitas immer wieder zu Engpässen bei der Betreuung, etwa durch Langzeiterkrankungen von Mitarbeitern oder auch vorübergehende Beschäftigungsverbote für Schwangere.

Weitere Themen im Jugendhilfeausschuss:

> Förderung nach dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas“

>Förderung nach dem Bundesprogramm „Kita-Plus“ (frühkindliche Bildung)

> Investitionsförderung zur energetischen Saniernung an der Elly-Heuss-Knapp-Schule und der Wittorfer Kita.

Der Jugendhilfeausschuss tagt am kommenden Dienstag, 9. Februar, ab 18 Uhr im neuen Rathaus (Raum 2.5/2.6)

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erstellt am 04.Feb.2016 | 13:36 Uhr

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