Neumünster : Jugendbeirat: 7000 Kinder dürfen wählen

Los geht’s: Jugendezernent Carsten Hillgruber (von links),Thomas Wittje vom Fachdienst Kinder und Jugend, Torben-Ole Ahrens und Christina Regner vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt stellen die Weichen für den ersten Kinder- und Jugendbeirat (KJB) der Stadt und warten jetzt auf junge Bewerber, die die Mitbestimmung verwirklichen wollen.
Los geht’s: Jugendezernent Carsten Hillgruber (von links),Thomas Wittje vom Fachdienst Kinder und Jugend, Torben-Ole Ahrens und Christina Regner vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt stellen die Weichen für den ersten Kinder- und Jugendbeirat (KJB) der Stadt und warten jetzt auf junge Bewerber, die die Mitbestimmung verwirklichen wollen.

Stadt macht Ernst mit der Mitbestimmung der Jugend.

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03. März 2018, 08:05 Uhr

Kinder und Jugendliche sollen stärker mitreden können, wenn es in der „großen Politik“ um ihre Belange geht. Darüber waren sich die Ratsparteien bereits vor zwei Jahren einig. Jetzt soll es endlich ernst werden: Vom 23. bis 27. April darf Neumünsters Jugend den ersten Kinder und Jugendbeirat (KJB) wählen.

Rund 7000 Neumünsteraner von 12 bis 18 Jahren bekommen in den nächsten Wochen ihre Wahlbenachrichtigung zugeschickt. Damit können sie in der letzten Aprilwoche in ihrem „Wahllokal“ – zumeist wird das die eigene Schule sein – ihre Kandidaten bestimmen, die sich im KJB für die Belange von Kinder und Jugendlichen stark machen. Ob es um die Gestaltung eines neuen Spielplatzes, den Bedarf von Jugendzentren oder die geplante Zusammenlegung von Schulen geht: Künftig soll auch die Jugend ein Wörtchen mitreden dürfen. Die Ratsversammlung, die die im Februar grünes Licht für die KJB-Satzung gab, meint es offensichtlich durchaus ernst mit der Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen. Der KJB soll als festes Gremium regelmäßig tagen und entsendet Vertreter in alle maßgeblichen Gremien der Selbstverwaltung. Dort haben sie bei allen jugendrelevanten Themen Rede - und Antragrecht.

Jetzt liege es bei den Jugendlichen selbst, ihr Mitbestimmungsrecht auch wahrzunehmen, machte gestern Jugenddezernent Carsten Hillgruber deutlich und warb für eine breite Wahlbeteiligung der Jugendlichen.

Auch der Fachdienst Kinder und Jugend und das Jugendbüro der Stadt wollen den Wahlaufruf in den nächsten Wochen massiv unterstützen. Jugendverbände, Vereine und Schulen werden in den nächsten Tagen mit Infomaterial zu Sinn und Zweck der Jugendbeteiligung und dem Prozedere der KJB-Wahl versorgt. Eine große Plakataktion „Wir suchen dich!“ soll die Suche nach geeigneten Kandidaten erleichtern. Denn nur, wenn sich auch ausreichend Jugendliche finden, die sich aktiv engagieren wollen, könne der neue Jugendbeirat zu einem Erfolg werden, warb Christina Regner, Koordinatorin Jugendbeteiligung, fürs Mitmachen.

Bewerber müssen zwischen 14 und 18 Jahre alt sein und seit mindestens drei Monaten in Neumünster wohnen. Bewerbungsunterlagen können ab sofort im Jugendbüro an der Boostedter Straße 3 abgeholt werden. Bis zum 19. März müssen die Wahlvorschläge dort eingegangen sein. In den KJB werden bis zu 15 Kinder und Jugendliche gewählt, die erste Amtszeit geht bis zum November 2019.

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