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Holsteiner : Jubel und Applaus für „Charleston“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Sieger der Holsteiner Herbstauktion überzeugte die Jury im Freispringen / Bei der Auktion brachte er 300.000 Euro

Neumünster | Knisternde Spannung bis zum letzten Augenblick herrschte am Sonnabend bei der 45. Holsteiner Herbstauktion in der voll besetzten Holstenhalle. 20 Holsteiner Junghengste waren jetzt noch im Rennen, dann blieben noch sechs übrig. Aus dieser Gruppe ernannte die Kör-Kommission am Ende einen Schimmel zum Siegerhengst. Er heißt „Charleston“, stammt von Cascadello I aus einer Cantus/Fackel I H-Mutter (Kantu ZB1-SP) und hatte die Richter insbesondere im Freispringen überzeugt.

Heiko Buettner aus Schafstedt (Kreis Dithmarschen) als Züchter sowie die Besitzer des Hengstes, Dieter Mehrens (Sievershütten, Kreis Segeberg) und die Inhaber der Hennings & Hennings GbR (Bendorf, Kreis Rendsburg/Eckernförde), freuten sich riesig über diesen züchterischen Erfolg. Strahlend und stolz drehten sie mit Charleston die Ehrenrunden. Und sogar Verbandszuchtleiter Dr. Thomas Nissen nahm den Sieger unter dem riesigen Applaus des jubelnden Publikums für eine Runde an die Hand. In der anschließenden Auktion ging der Siegerhengst für 300  000 Euro an einen Züchter in Deutschland.

Zum ersten Reservesieger ernannte die Kommission Central Park (von Casall) aus der Zucht von Lothar Steuer (Pansdorf, Kreis Ostholstein). Aufgezogen hat den stattlichen Rappen sein Besitzer Harm Sievers aus Tasdorf. Er brachte ihm stolze 100 000 Euro. Auch dieser Hengst wechselt in die Hände eines deutschen Besitzers. Der Titel des zweiten Reservesiegers wurde an Catch (von Colman) aus der Zucht von Hans-Peter Loeding-Hasenkamp aus Quarnstedt (Kreis Steinburg) verliehen. Er wurde auf der Auktion für 105  000 Euro ebenfalls von einem deutschen Bieter ersteigert.

Für die beiden weiteren Neumünsteraner Anwärter Caudillo (von Cachas) aus dem Stall von Klaus-Peter Meerpahl und den Tasdorfer Hengst Con Moto (von Corrado I) von Harm Sievers reichte es dagegen leider nicht zur Auszeichnung „gekört“.

Positiv bewertete Zuchtleiter Nissen im Nachgang zu der gelungenen Veranstaltung auch wieder die Vorstellung von vier dressurbetonten Hengsten. „Im Springsport stehen die Holsteiner von jeher ganz oben. Und mit diesem Nachwuchs entwickeln wir jetzt eine interessante Nische kontinuierlich weiter“, erklärte er.

Zu den Höhepunkten der Hengst-Auktion gehörte auch wieder der Holsteiner Abend am Freitag, der mit einem überaus abwechslungsreichen Programm aus Sport und Show aufwartete. Über eine besondere Form der Nachwuchsförderung durften sich in diesem Rahmen die Kinder der Padenstedter Kindertagesstätte freuen. Sie wurden vom Verbandvorsitzenden Jan Lüneburg mit einem Holzpferd „zum Üben“ beschenkt.

Gekörte Hengste brachten fast eine Million Euro

Nach der 45. Holsteiner Hengst-Körung zog der  Züchterverband  am Sonntag  eine überwiegend positive Bilanz.

Mit rund 6000 Besuchern aus aller Welt habe die dreitägige Veranstaltung die Erwartungen der Veranstalter erfüllt. Unter anderem das optimale Wetter bei der neu gestalteten Pflasterprüfung am Donnerstag sowie der gelungene „Holsteiner Abend“ hätten zur  durchgehend guten Stimmung im Publikum beigetragen, hieß es.

Aus einem Körlot von 61 Anwärtern wurden am Ende 20 Junghengste mit dem Prädikat „gekört“ ausgezeichnet. Der Durchschnittspreis für die 12 versteigerten gekörten Hengste betrug 82500 Euro (2014: 62250 Euro). Das Höchstgebot erhielt dabei der Prämienhengst Charleston (von Cascadello I) mit 300000 Euro. Er wurde an einen Käufer in Deutschland verkauft. Insgesamt erbrachte die Auktion einen Erlös von 990 000  Euro. (2014: 747 000 Euro).

Bei der Auktion der Elite-Reitpferde erzielte der fünfjährige Wallach Count Ebony (von Casall) den Spitzenpreis von 120000 Euro. Er wurde an einen Bieter aus Bulgarien verkauft.

Im Durchschnitt zahlten die Käufer für die 32 versteigerten Pferde rund 41000 Euro (2014: 43700 Euro). Insgesamt wurde bei dieser Auktion ein Umsatz von mehr als 1,31 Millionen Euro erzielt.

„Das war eine rundum gelungene Veranstaltung. Besser hätte es nicht laufen können. Das Interesse der Züchter und Reiter an unseren Holsteinern ist weiterhin hoch. Wir sind sehr zufrieden“, lautete denn auch das Resümee des Zuchtleiters im Holsteiner Verband, Dr. Thomas Nissen.


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