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Bordesholm : Jubel nach einem großartigen Konzert

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Harriet Krijgh und das Signum Saxophone Quartett traten in der Klosterkirche in Bordesholm auf. 550 Besucher waren gekommen.

shz.de von
erstellt am 21.Aug.2015 | 10:00 Uhr

Bordesholm | Musikalisches Können und absolute Hingabe an die Musik zeichneten das Konzert der Cellistin Harriet Krijgh aus, das sie gemeinsam mit dem Signum Saxophone Quartett am Mittwochabend in der Bordesholmer Klosterkirche gab.

Im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik-Festivals (SHMF) genossen rund 550 Besucher diese außergewöhnliche Besetzung, die mit jubelndem Applaus belohnt wurde. Und einmal mehr erwies sich ebenso das Kirchenschiff als Edelstein unter den Spielorten des Festivals, das in diesem Jahr dem russischen Komponisten Peter Tschaikowsky (1840 – 1893) gewidmet ist.

Eine Reise durch die russische Musikgeschichte hatten die aus den Niederlanden stammende, hoch talentierte Cellistin (Jahrgang 1991) und ihre ebenfalls jungen Kollegen Blaž Kemperle (Sopransaxophon), Erik Nestler (Altsaxophon), Alan Lužar (Tenorsaxofon) und David Brand (Baritonsaxofon) für ihr Programm zusammengestellt. Diese präsentierte sich unter anderem in Werken von Alexander Glasunow (1865 – 1936), Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975) sowie, wie könnte es gemäß dem Festivalschwerpunkt anders sein, Peter Tschaikowsky. Doch in ihren Bezügen zu dessen Heimatland schlossen die Künstler auch den „Le Grand Tango“ des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla (1921 - 1992) nicht aus. Denn dieser hatte die Komposition dem russischen Cellisten Mstislav Rostropovich (1927 - 2007) gewidmet.

Dass das Saxofon, das langläufig eher der Unterhaltungsmusik und dem Jazz zugeordnet wird, auch in der klassischen Musik seinen Platz haben kann, bewiesen die vier Männer dabei auf höchstem Niveau. Im perfekten Zusammenspiel führten sie dem teils staunenden Publikum vor, dass das oft provokant klingende „Sax“ auch zu äußert zärtlichen Tönen sowie dem Klangbild von Hörnern und Violinen fähig ist. „Ich wusste nicht, dass man auf einem Saxofon auch ein Pizzicato spielen kann“, erklärte unter anderem Frank Ginzel (50) aus Einfeld begeistert, der selbst Trompete spielt.

Auch Harriet Krijgh konnte die Zuhörer für sich einnehmen. Völlig im Einklang mit ihrem Instrument schien die Musik nur so durch ihren Körper hindurchzufließen. Ihr emotionales Spiel sowie ihr frisches, charmantes Wesen sorgten dafür, dass das Publikum von der Künstlerin regelrecht verzaubert wurde. „Die Begegnung mit Harriet war im musikalischen Sinne Liebe auf den ersten Blick“, berichtete dazu Alan Lužar für das Saxofon-Ensemble. Und das konnten auch die Konzertbesucher am Ende des Abends nur allzu gut verstehen.

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