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„Tauche nicht ab!“ : Jobcenter und Diakonie ziehen positive Bilanz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Seit einem Jahr läuft das Buddy-Programm „Tauche nicht ab!“ vom Jobcenter und dem Zentrum für Berufliche Bildung der Diakonie.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2014 | 06:30 Uhr

Neumünster | Mit einer positiven Bilanz blicken das Jobcenter und das Zentrum für Berufliche Bildung der Diakonie Altholstein auf das erste Jahr des sogenannten Buddy-Programms „Tauche nicht ab!“ zurück. 20 junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 24 haben mittlerweile dieses besondere Förderprogramm (meist) erfolgreich absolviert, bei dem eine persönliche, sozialpädagogische Begleitung den Weg in die Berufswelt ebnen soll.

„Zu uns kommen junge Menschen, die zwar aus der Schulpflicht raus, aber noch nicht in der Lage sind, ins Berufsleben zu gehen. Oft sind sie im Alltag überfordert, haben Schulden und andere Probleme. Unsere gängigen Angebote können hier nicht greifen, weil dieser Kreis zunächst einmal Unterstützung braucht, um sich überhaupt zurechtzufinden. Doch wir wollen jeden auffangen und niemanden aufgeben“, erklärte Peter Baade, Leiter des Jugendteams im Jobcenter, den Hintergrund des Programms. Mit der Feststellung durch das Beraterteam, dass ein Kunde spezielle Unterstützung braucht, werde ihm dieses Angebot über den Aktivierungsgutschein avisiert. Der Gutschein dokumentiert hierbei die gesetzlichen Voraussetzungen zur Teilnahme an einer Maßnahme zur beruflichen Eingliederung.

„Wir haben hier erfahrene Berater am Start, die sehr gut einschätzen können, wer, welche Hilfe benötigt“, berichtete dazu die Maßnahmenbetreuerin Svenja Göttsch.

Hat sich der Jugendliche entschieden, am Buddy-Programm teilzunehmen, treten die Mitarbeiterinnen der Diakonie auf den Plan. Als Partner ermitteln hier die Sozialpädagoginnen Renate Hoffmann und Iris Lüder mit jedem Einzelnen seinen Stand und die Ziele, die verfolgt werden sollen.

„Oft ist es das Training eines geregelten Tagesablaufes. Aber es kommt auch vor, dass man einen Arzt- oder Amtsbesuch begleitet. Ziel ist es dabei immer, dem Gegenüber Wege aufzuzeigen, sich den gesteckten Zielen, zum Beispiel einem Schulabschluss, zu nähern“, erzählte Iris Lüder. „Wichtig ist dabei die Vertrauensbasis eines verlässlichen Ansprechpartners. Deshalb ist auch die Einzelbetreuung hier so wichtig. Und es ist ganz erstaunlich, welche Potenziale sich bei den jungen Menschen auftun, wenn sie die richtige Unterstützung erhalten“, ergänzte hierzu Renate Hoffmann.

Nach vier Monaten schließlich wird das Ergebnis durch das Jobcenter überprüft. „Hier übertreffen die Erfolge wirklich unsere Erwartungen. 13 Teilnehmer konnten nach der Teilnahme am Buddy-Programm in allgemeine Maßnahmen wechseln oder streben nun Schulabschlüsse und Berufsausbildungen an. Deshalb wird es dieses Angebot auch weiterhin geben“, erklärte Peter Baade zufrieden.

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