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Holsteinischer Courier

24. August 2017 | 01:34 Uhr

Hoher Besuch : Jobberatung unter einem Dach

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bildungsministerium fördert die neue Jugendberufsagentur in der Alten Holstenbrauerei mit 40000 Euro. Neumünster ist Vorreiter im Land.

Neumünster | Minister, die Geld mitbringen, sind immer gern gesehene Gäste. So ging es auch Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), die einen Bescheid über 40  000 Euro dabei hatte. Die Finanzspritze soll in der Aufbauphase der kommenden Jugendberufsagentur (JBA) die Koordinierung der Akteure ermöglichen. Dieser Aufgabe wird sich Heidi Bastings von der Stadtverwaltung widmen.

Die Akteure, das sind die Arbeitsagentur, das Jobcenter, das Jugendamt und der Allgemeine Soziale Dienst, das Schulamt und die drei Regionalen Berufsbildungzentren (RBZ) Elly-Heuss-Knapp-Schule, Theodor-Litt-Schule und Walther-Lehmkuhl-Schule. Alle Partner arbeiten schon seit 2011 eng zusammen, um Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen. Doch jetzt wird diese Kooperation noch einmal intensiviert.

„Jeder bleibt selbstständig, aber wir ziehen in ein Gebäude“, brachte Stadtrat und Sozialdezernent Günter Humpe-Waßmuth die Idee der Jugendberufsagentur auf den Punkt. Statt unterschiedlicher Anlaufpunkte quer durch die ganze Stadt verstreut sollen kurze Wege für deutlich mehr Effektivität bei der Beratung sorgen. „Das ist keine neue Organisation, sondern eine zugespitzte Kooperation“, sagte Ministerin Britta Ernst. In Hamburg sei das Projekt sehr erfolgreich und habe so eine bundesweite Strahlkraft entwickelt.

Neumünster habe durch die Pionierleistung der Partner eine gute Grundlage und gehe mit vier weiteren Landkreisen landesweit als erster an den Start. Die Planungen sehen vor, dass die Jugendberufsagentur im April 2016 in den Räumen der Alten Holstenbrauerei an der Brachenfelder Straße eröffnet wird. Möglicherweise geht es sogar deutlich schneller.

„Der Standort beim Berufsinformationszentrum Biz ist stadtbekannt und ein Glücksfall“, sagte Jens-Peter Stahl von der Arbeitsagentur. Als erste der später einmal bis zu 40 Mitarbeiter soll das Jugendteam des Jobcenters umziehen. „Auch das RBZ-Büro zieht in die Brauerei, wir teilen uns hier mit drei Mitarbeitern und einer Beratungslehrkraft die Aufgabe“, sagte Lehmkuhl-Schulleiter Udo Runow.

Erreicht werden sollen mit der Jugendberufsagentur alle Schüler ab Jahrgangsstufe 8, aber beispielsweise auch Studienabbrecher. „Die Jugendberufsagentur wird die Berufsorientierung im Unterricht verändern“, ist sich Schulrat Jan Stargardt sicher. Konzepte zu schreiben, ist das Eine, sie zum Leben erwecken etwas anderes. Auch wenn die Mitarbeiter zum Großteil zum Jahresende vor Ort sind, müssen sich die Teams aus ganz unterschiedlichen Bereichen erst noch einspielen. „Dass das gelingt, dafür garantiere ich“, sagte Jens-Peter Stahl.

 

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erstellt am 15.Sep.2015 | 09:00 Uhr

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