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Holsteinischer Courier

18. August 2017 | 09:38 Uhr

Aukrug : Jetzt kommt die Naturpark-App

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Knickaufwertung ist eines der Themen im Artenschutzkatalog des Naturschutzrings Aukrug.

Aukrug | Unter dem Motto „Für Mensch, Natur und Landschaft“ steht der Artenschutzkatalog des Naturschutzrings Aukrug. Bei der Mitgliederversammlung des Naturschutzrings listete die 1. Vorsitzende Petra Harms einige der Maßnahmen auf, die 2014 im Rahmen des Artenschutzkatalogs verwirklicht werden konnten: eine neu angelegte mehrreihige Hecke von 220 Metern und ein 70 Meter langer Knick in Poyenberg, neue hochstämmige Obstbäume alter Sorten für vier Obstwiesen (insgesamt 40 Bäume), 136 Hektar Stoppeläcker von Hohenlockstedt bis Brammer, fünf Blüh- und Futterstreifen auf Äckern sowie ein neuer Steinhaufen als Lebensraum für Kleintiere.

„Seit 2007 haben wir mit 66 verschiedenen Landwirten mehrere Hundert Verträge über Naturschutzmaßnahmen abgeschlossen, und zudem haben wir eine Vielzahl von Fledermaus- und Eulenkästen installiert“, bilanzierte Geschäftsführer Niklas Zander und gab einen Ausblick auf die geplanten Änderungen in der nächsten Fortschreibung des Artenschutzkatalogs, die am 1. Juli in Kraft treten soll. Bei den Biotopgestaltungsprojekten soll die Knickaufwertung als neues Angebot hinzukommen. „Da war eine Finanzierung von Maßnahmen bislang nicht möglich“, meinte Zander. „Das ist gut, dass wir das künftig können, und wir hoffen, dass da viele Landwirte mitmachen werden.“

Bei den Vertragsnaturschutzmaßnahmen, die nur der Naturschutzring Aukrug anbietet, will man vor allem das artenreiche Grünland noch mehr fördern. Bei den Vertragsnaturschutzmaßnahmen des Landes Schleswig-Holstein soll der Weidegang als zusätzliches Angebot Aufnahme in den Artenschutzkatalog finden. „Dass Tiere auf der Weide sind, wird als unterstützenswert erachtet“, so Zander, „das wird für viele Landwirte, die ihre Tiere ohnehin auf die Weide stellen, ein attraktives Angebot sein.“

Für die von vielen Aukruger Vereinen und Verbänden getragene freiwillige Variante des Naturschutzes hat sich der Begriff „Aukruger Weg“ eingebürgert. Genau diesen Begriff wolle man nun gern auch für ein aktuelles App-Projekt verwenden, erklärte Naturparkvereins-Chef Ernst Scheel.

Das vom Land Schleswig-Holstein (50 Prozent) und der Bingo-Umweltlotterie (25 Prozent) geförderte und auf zwei Jahre angelegte Projekt „Der Aukruger Weg – wandern, entdecken, genießen“ wird vom Verein Naturpark Aukrug in Kooperation mit dem Naturschutzring verwirklicht. Projektphase 1 konnte mit der Installation der neuen Homepage www.naturpark-aukrug.com erfolgreich abgeschlossen werden. In Phase 2 wird nun an einer Naturpark-App für Smartphones gearbeitet. „Auf dieser App wollen wie Wanderrouten anbieten. Wenn man auf den Wanderwegen unterwegs ist, bekommt man über sein Smartphone Informationen zu den Sehenswürdigkeiten, an denen man sich gerade befindet“, erläuterte der Internetbeauftragte Oliver Ziehm. Die App-Wanderrouten sollen themenorientiert sein und den Wanderer zum Beispiel auf die Spuren der Auerochsen, der Fledermäuse, der Imkerei, Schäferei oder der Moorlandschaften führen. Über die Technik des Geofencing (Lokalisation von Objekte) könnte man Smartphone-Besitzer aktiv benachrichtigen, wenn sie sich in der Nähe einer Wanderrouten-Sehenswürdigkeit befinden. „Das ist technisch sehr anspruchsvoll und wahnsinnig spannend“, meinte Ziehm. „Das würde unsere App enorm aufwerten, wenn wir das hinkriegen.“

 

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erstellt am 20.Mär.2015 | 07:00 Uhr

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