Neue Attraktion : Jetzt kommt die Eiszeit nach Einfeld

Auf der nordwestlichen Fläche des Einfelder Marktplatzes (im Hintergrund) soll die Eisbahn von Zimmerer Lothar Kutkowsky errichtet werden. Der Stadtteilvorsitzende Sven Radestock (von links), Christiane von der Osten und Carsten Wiegmann vom Stadtteilbeirat hoffen nun, dass es kälter wird, damit der rutschige Spaß beginnen kann.
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Auf der nordwestlichen Fläche des Einfelder Marktplatzes (im Hintergrund) soll die Eisbahn von Zimmerer Lothar Kutkowsky errichtet werden. Der Stadtteilvorsitzende Sven Radestock (von links), Christiane von der Osten und Carsten Wiegmann vom Stadtteilbeirat hoffen nun, dass es kälter wird, damit der rutschige Spaß beginnen kann.

Sobald es friert, wird auf dem Marktplatz eine temporäre, 400 Quadratmeter große Eisbahn aufgebaut. Die Genehmigung kam gestern Nachmittag.

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09. Januar 2015, 07:15 Uhr

Neumünster | Der Stadtteilbeirat Einfeld führt die Bewohner des nördlichsten Stadtteils aufs Glatteis – wenn denn das Wetter mitspielt. Sobald frostige Temperaturen herrschen, soll auf dem Marktplatz eine 400 Quadratmeter große Eisbahn aufgebaut werden. Gestern Nachmittag genehmigte die Stadt den Aufbau bis Anfang April. Stadtteilvorsteher Sven Radestock, der das Konzept für die sogenannte „Einfelder Eiszeit“ ausgearbeitet hat, freut sich: „Endlich kann der kostenlose Spaß für jedermann losgehen.“

Ganz neu ist die Idee nicht. Schon 2011 hatte der damalige Stadtteilbeirat eine Anfrage bei der Stadt gestellt. Doch die Planungen verliefen im Sande. Im vergangenen Jahr griff Radestock das Thema wieder auf und fand sofort die Zustimmung im Beirat. „Allerdings schaffte es die Verwaltung nicht, die Voraussetzungen zu schaffen“, sagt er. Jetzt kann es aber losgehen, denn auch die wichtigste Frage ist geklärt: Wer haftet, wenn etwas passiert? „Die Verantwortung übernimmt der kommunale Schadensausgleich“, sagt Heiner Feilke, Abteilungsleiter Grünflächen bei der Stadt. Das ist eine als nicht rechtsfähiger Verein organisierte Versicherungseinrichtung der Kommunen im Land. Er freut sich, endlich die Genehmigung geben zu können. „Jetzt kümmern wir uns noch um das passende Wetter, dann ist alles klar“, sagt er schmunzelnd.

Gedacht ist die Eisbahn als gefahrlose Alternative zum Schlittschuhlaufen auf dem (ohnehin nur sehr selten sicher zugefrorenen) Einfelder See oder zu überfrorenen Wiesen. Auf einer 16 mal 25 Meter großen, von Zimmerer Lothar Kutkowsky hergestellten Bohlen- Grundfläche sollen Silo-Folien ausgelegt und die Ränder mit Balken eingefasst werden. Anschließend kommt die Freiwillige Feuerwehr ins Spiel, die die Fläche flutet. Sobald das Wasser gefroren ist, dürfen die Einfelder ihre Kufenflitzer anziehen und Pirouetten drehen.

Ein paar Auflagen gibt es dann noch zu beachten: „Die Eisbahn muss sicher und standfest sein, und einmal am Tag muss jemand nachschauen, ob alles in Ordnung ist“, sagt Heiner Feilke. Das will der Stadtteilbeirat nun organisieren. Das Technische Betriebszentrum stellt Mülleimer auf und leert sie.

Besonders die Kinder der nahegelegenen Kita am Bollbrück dürften sich über die neue Bahn freuen. Aber auch alle anderen Einfelder sind herzlich eingeladen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir auch unsere traditionelle Montagsbratwurst dann an der Eisbahn servieren“, sagt Sven Radestock und blickt in den Himmel: „Jetzt brauchen wir nur noch das Einsehen von Petrus, damit es richtig kalt wird.“

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